Fußball

Neue Statistik: Bayerns Fußball sicherer als gedacht

Weniger Gewalt als im Rest Deutschlands: Bayerns Amateurfußball überrascht – doch der Verbandschef warnt trotzdem.

11.09.2026, 12:45 Uhr

Im bayerischen Amateurfußball hat es in der vergangenen Saison weniger Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle gegeben als im bundesweiten Durchschnitt. Nach digital erfassten Daten wurden bei 472 von insgesamt 190.468 Spielen entsprechende Ereignisse gemeldet. Das entspricht einer Quote von 0,25 Prozent. Damit liegt Bayern zwar leicht über dem Wert der Vorsaison von 0,24 Prozent, aber weiterhin klar unter dem bundesweiten Schnitt von 0,42 Prozent in der Saison 2025/26.

Auch bei den Spielabbrüchen schneidet der Freistaat günstiger ab als der DFB-Durchschnitt. In Bayern wurden 87 Partien vorzeitig beendet, was einer Quote von 0,05 Prozent entspricht. Bundesweit lag dieser Wert bei 0,07 Prozent.

BFV-Präsident Christoph Kern wertete die Zahlen als Beleg dafür, dass ein respektvoller Umgang auf den Fußballplätzen in Bayern vielerorts selbstverständlich sei. Gleichzeitig mahnte er, Gewalt, Beleidigungen, Diskriminierung und Ausgrenzung weiterhin konsequent zu bekämpfen. Das sei eine Aufgabe der gesamten Fußballgemeinschaft. Grenzüberschreitungen dürften nicht hingenommen oder verharmlost werden, betonte Kern. Das beginne bereits bei verbalen Entgleisungen.

Am häufigsten waren laut Statistik Spielerinnen und Spieler von den Vorfällen betroffen. Sie wurden in 267 Fällen als Geschädigte erfasst. Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter waren in 180 Fällen betroffen. Grundlage der Auswertung sind die Einträge der Unparteiischen im Elektronischen Spielbericht des DFB.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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