Fußball

Deutschlands WM-Gegner? Nur noch 8 Optionen

Deutschlands möglicher K.o.-Gegner rückt näher: Nach Schottlands 0:3 gegen Brasilien schrumpfen die DFB-Szenarien drastisch.

25.06.2026, 07:59 Uhr

Die Zahl der möglichen Gegner für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der ersten K.-o.-Runde ist innerhalb kurzer Zeit deutlich geschrumpft: Statt 15 Teams kommen nur noch 8 infrage. Deutschland trifft als Gruppensieger auf einen der besten Gruppendritten. Dieser kann aus den Gruppen A, B, C, D oder F stammen.

Eine konkrete Möglichkeit ist Schottland. Die Briten beendeten die Gruppe C nach einer 0:3-Niederlage gegen Rekordweltmeister Brasilien auf Rang drei und könnten damit zum Gegner der Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann im Sechzehntelfinale werden.

Brasilien und Marokko als Gegner ausgeschlossen

Als weitere naheliegende Kandidaten gelten Australien und Paraguay. Beide Teams spielen in der Nacht auf Freitag im direkten Duell den zweiten und dritten Platz in Gruppe D aus.

Mehrere zuvor noch denkbare Gegner sind nach den Spielen in der Nacht auf Donnerstag nicht mehr möglich. Die Schweiz, Kanada, Katar, Südafrika, Tschechien, Brasilien und Marokko landeten allesamt nicht auf Rang drei ihrer Gruppen.

Neben Schottland sowie Australien oder Paraguay bleiben auch Bosnien-Herzegowina als Dritter der Gruppe B, Südkorea aus Gruppe A sowie die Niederlande, Japan und Schweden aus Gruppe F im Rennen. Das deutsche Sechzehntelfinale findet am Montag um 22.30 Uhr MESZ in Foxborough bei Boston statt.

Aktuelles Ranking der Gruppendritten

| Platz | Nation (Gruppe) | Spiele | Torverhältnis | Punkte |
|—|—|—:|—:|—:|
| 1. | Bosnien-Herzegowina (B)* | 3 | 5:6 | 4 |
| 2. | Schweden (F) | 2 | 6:6 | 3 |
| 3. | Kroatien (L) | 2 | 3:4 | 3 |
| 4. | Südkorea (A) | 3 | 2:3 | 3 |
| 5. | Algerien (J) | 2 | 2:4 | 3 |
| 6. | Paraguay (D) | 2 | 2:4 | 3 |
| 7. | Schottland (C) | 3 | 1:4 | 3 |
| 8. | Kap Verde (H) | 2 | 2:2 | 2 |
| 9. | Belgien (G) | 2 | 1:1 | 2 |
| 10. | DR Kongo (K) | 2 | 1:2 | 1 |
| 11. | Ecuador (E) | 2 | 0:1 | 1 |
| 12. | Senegal (I) | 2 | 3:6 | 0 |

WM 2026 - Deutschland Training
Bundestrainer Julian Nagelsmann kennt den ersten DFB-Gegner in der K.o.-Runde noch nicht. Quelle: Jan Woitas/dpa

* Bosnien-Herzegowina ist als eines der acht besten drittplatzierten Teams bereits sicher weiter.

Wer wäre nach jetzigem Stand Deutschlands Gegner?

Durch den FIFA-Modus ergeben sich bei der Zuteilung der Gruppendritten auf die Sechzehntelfinals insgesamt 495 theoretische Kombinationen. Viele davon sind inzwischen ausgeschlossen.

Im Moment würden die Dritten aus den Gruppen A, B, C, D, F, H, J und L weiterkommen. Das entspräche Szenario 446. In diesem Fall würde Deutschland auf den Drittplatzierten der Gruppe D treffen.

Aktuell wäre das Paraguay. Die Südamerikaner können in Santa Clara noch an Australien vorbeiziehen, brauchen dafür aber einen Sieg. Australien genügt ein Unentschieden, um Platz zwei zu behaupten. Da bislang erst drei von zwölf Gruppen vollständig abgeschlossen sind, gilt es allerdings als sehr unwahrscheinlich, dass dieses Szenario Bestand hat.

Verteilung der verbleibenden Szenarien

Nach den dritten Spieltagen in den Gruppen A, B und C sind von ursprünglich 495 möglichen Konstellationen noch 246 übrig. Für den deutschen Gegner in der Runde der letzten 32 verteilen sie sich derzeit so:

  • Südkorea (A3): 15 von 246
  • Bosnien-Herzegowina (B3): 1 von 246
  • Schottland (C3): 96 von 246
  • Paraguay oder Australien (D3): 107 von 246
  • Niederlande, Japan oder Schweden (F3): 27 von 246

Sportliche Bedeutung des Ecuador-Spiels

Für Deutschland geht es gegen Ecuador sportlich um nichts mehr. Nach den Erfolgen gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) steht das DFB-Team bereits sicher als Gruppensieger fest. Deshalb hat die Partie am Donnerstagabend um 22.00 Uhr MESZ, live in der ARD und bei MagentaTV, aus deutscher Sicht keine tabellarische Relevanz mehr.

Anders sieht es bei den übrigen Teams der Gruppe aus: Für Ecuador sowie für die Elfenbeinküste und Curaçao im Parallelspiel geht es noch um den Einzug in die K.-o.-Phase.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen