Davies blickt enttäuscht auf WM zurück
Alphonso Davies hat nach dem Aus Kanadas bei der Weltmeisterschaft offen über seine schwierige Turniererfahrung gesprochen. Der Bayern-Profi, der die Nationalmannschaft als Kapitän anführte, erklärte bei Instagram, das Turnier sei für ihn persönlich eine der größten Belastungen seiner Laufbahn gewesen.
Wegen einer Oberschenkelverletzung habe er nicht die Leistung zeigen können, die er von sich selbst erwartet. Besonders schmerzhaft sei für ihn gewesen, seiner Mannschaft und seinem Land in einer entscheidenden Phase nicht voll helfen zu können.
Kanada scheitert im Achtelfinale
Kanada verabschiedete sich nach einer 0:3-Niederlage gegen Marokko im Achtelfinale aus dem Wettbewerb. In dieser Partie verletzte sich auch Bayerns Neuzugang Ismael Saibari. Nach ersten Einschätzungen dürfte der Offensivspieler jedoch nicht länger ausfallen.
"Wir werden daran wachsen"
Davies betonte zugleich, wie viel es ihm bedeute, Kanada auf der größten Bühne des Fußballs vertreten zu haben. Es sei für ihn eine Ehre, das Nationaltrikot zu tragen und Teil einer Mannschaft zu sein, die alles für ihr Land gegeben habe. Aus dem Rückschlag wolle das Team lernen, daran wachsen und stärker zurückkehren.
Verletzungen warfen Davies immer wieder zurück
Der 25-Jährige machte deutlich, dass er keine Ausreden suche. Rückschläge gehörten zum Fußball dazu, entscheidend sei der Umgang damit. Die Enttäuschung wolle er als Antrieb nutzen, um sich zu erholen, noch intensiver zu arbeiten und stärker zurückzukommen.

Davies hatte bereits eine lange Pause nach einem Kreuzbandriss hinter sich. Nach seiner Rückkehr wurde er erneut mehrfach von Muskelproblemen gestoppt. Eine Oberschenkelverletzung, die er sich im Champions-League-Halbfinale des FC Bayern gegen Paris Saint-Germain zugezogen hatte, ließ ihn bereits die gesamte Gruppenphase der WM verpassen. Auch im Achtelfinale gegen Marokko konnte er nicht eingreifen und verfolgte die Partie nur von außen. Nach Angaben von Nationaltrainer Jesse Marsch liegt allerdings keine strukturelle Verletzung vor.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber