Fußball

Darum wehrt sich Danks gegen «Mini-Vinnie»

Bayern gegen BVB ohne Kompany: Aaron Danks übernimmt wieder – und erklärt mit einem kuriosen Tier-Vergleich, warum er anders tickt.

31.10.2026, 06:05 Uhr

Danks vertritt Kompany auch im Topspiel gegen Dortmund

Aaron Danks wird den weiterhin erkrankten Vincent Kompany auch im Bundesliga-Kracher des FC Bayern gegen Borussia Dortmund an der Seitenlinie vertreten. Der 43 Jahre alte Engländer betonte vor dem Anpfiff in der Allianz Arena (18.30 Uhr/Sky), dass er sich in seiner Rolle als Übergangslösung nicht als bloße Kopie des belgischen Cheftrainers verstehe.

"Ja, ich glaube schon, dass es Unterschiede gibt", sagte Danks mit Blick auf den drei Jahre jüngeren Kompany. Genau das sei im Trainerteam auch ausdrücklich erwünscht. Kompany habe von Beginn an klargemacht, dass seine Assistenten nicht einfach nur kleinere Ausgaben von ihm sein sollen. Stattdessen bringe jeder seine eigenen Stärken ein, was das Team insgesamt besser mache.

Danks erklärt das Trainerteam mit einem Tiervergleich

Um die Zusammenarbeit im Münchner Trainerstab zu veranschaulichen, griff Danks zu einem Bild aus der Tierwelt. Er verglich das Zusammenspiel mit Zebras und Straußen in der Savanne, die in einer Art Partnerschaft miteinander leben.

Nach seinen Worten verfügt das Zebra über ein starkes Gehör und einen feinen Geruchssinn, habe dafür aber Schwächen beim Sehen. Nimmt es etwas wahr und setzt sich in Bewegung, folgt ihm der Strauß. Der wiederum habe eine ausgezeichnete Sicht. Entdecke er etwas und laufe los, orientiere sich das Zebra an ihm.

Genau so müsse auch ein Trainerteam funktionieren, sagte Danks. Es gehe nicht darum, dass alle dieselbe Meinung vertreten oder identisch auf Situationen blicken. Vielmehr entstünden durch unterschiedliche Perspektiven die besten Lösungen.

Bayern München - 1. FC Magdeburg
Sehr aktiv am Spielfeldrand: Aaron Danks. Quelle: Tom Weller/dpa

Unterschiedliche Aufgaben im Trainingsalltag

Im Alltag auf dem Trainingsplatz zeige sich das ganz konkret: Ein Trainer kümmere sich stärker um das Offensivspiel, ein anderer um die Defensive. Manche arbeiteten intensiver mit den Mittelfeldspielern, andere mit den Angreifern. Die verschiedenen Blickwinkel würden diskutiert und schließlich zu gemeinsamen Entscheidungen zusammengeführt.

Trotzdem sei die Hierarchie klar. Kompany bleibe der Verantwortliche und bringe seinen Führungsstil sowie seine Erfahrung als ehemaliger Profi ein. Nach Angaben von Danks habe sich an der täglichen Arbeit mit der Mannschaft trotz Kompanys Ausfall grundsätzlich nur wenig verändert.

Eberl lobt Danks und das Trainerteam

Bayerns Sportvorstand Max Eberl zeigte sich dankbar für den Einsatz von Danks während der Abwesenheit des Cheftrainers. Kompany erholt sich nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus zu Hause von einer Hirnhautreizung.

"Wir sind Aaron und dem gesamten Team sehr dankbar", sagte Eberl. Die Lage sei nicht einfach, doch beim FC Bayern wolle man sie gemeinsam als Gruppe bewältigen. Ob das auch im Heimspiel gegen Borussia Dortmund gelingt, wird sich am Abend zeigen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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