Fußball

Bangen um Musiala – doch dieser Satz gibt Hoffnung

Schock beim FC Bayern: Musiala bricht plötzlich zusammen, der Notarzt eilt herbei – dann passiert etwas Unerwartetes.

16.08.2026, 11:52 Uhr

Sorge um Musiala überschattet Bayerns Testspielsieg gegen Leipzig

Die erhoffte vollständige Entwarnung für Jamal Musiala blieb auch am Morgen nach dem Schreckmoment zunächst aus. Im Testspiel des FC Bayern gegen RB Leipzig war der Nationalspieler kurz vor Schluss plötzlich zusammengebrochen. Sofort stürmten Ärzte beider Teams und ein Notarzt auf den Platz, nachdem Mitspieler hektisch Hilfe angefordert hatten.

In der Allianz Arena herrschte für einige Momente große Anspannung. Erst als der Notarzt den Daumen hob, entspannte sich die Lage etwas. Noch größer war die Erleichterung, als Musiala den Rasen aus eigener Kraft verlassen und selbst die Treppen in Richtung Kabine hinuntergehen konnte – auch wenn der 23-Jährige dabei noch deutlich benommen wirkte.

Eine genaue Diagnose nannten die Münchner zunächst nicht. „Das Wichtigste ist, dass es ihm gut geht“, sagte Sportvorstand Max Eberl nach dem Spiel. Weitere Aussagen zur Ursache wollte er nicht treffen. Auch Kapitän Manuel Neuer betonte bei Magenta TV, dass nun vor allem zu hoffen sei, dass es nichts Ernstes sei. Angesichts von Temperaturen weit über 30 Grad lag die Vermutung nahe, dass die Hitze eine Rolle gespielt haben könnte.

Rückkehrer und Neuzugänge setzen Akzente

Die Sorgen um Musiala drängten den 3:1-Erfolg des FC Bayern gegen Leipzig in den Hintergrund. Beim ersten Auftritt von Ismael Saibari und dem Premierentor von Nathaniel Brown setzte sich der deutsche Meister dank Treffern von Luis Díaz, Brown und Musiala verdient durch. Eine Woche vor dem Supercup gegen Borussia Dortmund präsentiert sich der Doublesieger zunehmend in besserer Verfassung – und das sogar ohne Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano.

FC Bayern München - RB Leipzig
Luis Díaz (r) trifft erneut. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Neuer zeigte sich mit dem Auftritt zufrieden: „Auch Testspiele muss man ernst nehmen, egal gegen wen es geht. Wir haben verdient gewonnen und uns gut gezeigt.“

Saibari, der für rund 50 Millionen Euro von PSV Eindhoven gekommen war, feierte nach überstandener Verletzung in den letzten 20 Minuten sein Debüt für die Bayern. Der marokkanische Nationalspieler sah kurz nach seiner Einwechslung Gelb, bereitete wenig später aber Musialas Treffer zum 3:1 vor.

Fokus auf Heidenheim und den Supercup

Aleksandar Pavlovic lobte die Qualität im Münchner Kader. „Wir haben eine starke Mentalität und starke Spieler – und es kommen noch welche zurück“, sagte der Nationalspieler. Über die Neuen ergänzte er: „Ismael Saibari und Nene Brown sind tolle Fußballer und auch menschlich top. Beide haben gezeigt, was sie können. Es macht Spaß, mit ihnen zu spielen.“

Der Blick des FC Bayern geht nun in Richtung Franz-Beckenbauer-Supercup in Dortmund in einer Woche. Zuvor steht am Dienstagabend noch ein letzter Test beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim an. Pavlovic forderte eine schnelle Erholung: „Jetzt müssen wir gut regenerieren und dann Schritt für Schritt weitermachen – von Spiel zu Spiel und von Training zu Training.“

Demichelis trotz Niederlage nicht unzufrieden

Für Leipzigs Trainer Martin Demichelis, einst selbst Bayern-Profi und Nachwuchstrainer in München, verlief die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte sportlich nicht nach Wunsch. Verärgert wirkte der Argentinier dennoch nicht. „Wir haben heute drei Tore kassiert, aber Bayern hat enorme Qualität und macht aus wenigen Chancen Tore“, sagte er. „Trotzdem waren wir oft gut organisiert und hatten selbst Möglichkeiten. Deshalb fahren wir nicht unzufrieden nach Hause.“

Die Partie litt bei 33 Grad spürbar unter dem Tempo. Mit den vielen Wechseln ging zusätzlich der Spielfluss verloren. Schon früh musste Bayern einen weiteren Rückschlag verkraften: Nach einem harten Einsteigen von David Raum humpelte Konrad Laimer verletzt vom Feld. Laut Eberl wurde der Österreicher vorsorglich ausgewechselt, weil das Bein angeschwollen war. Auch Minjae Kim wirkte bei seiner Auswechslung nach gut einer Stunde nicht ganz fit, verließ das Stadion später jedoch ohne erkennbare Probleme.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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