Der TSV 1860 München hat nach dem Zwangsabstieg den ersten Sieg eingefahren und damit für spürbare Erleichterung gesorgt. Nach zwei Unentschieden zum Auftakt setzten sich die "Löwen" beim zuvor führenden FC Memmingen mit 3:0 (1:0) durch.
Erster Dreier nach zwei Remis
Trainer Alper Kayabunar zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem Ergebnis, sah aber noch Luft nach oben. Vor allem mit der ersten Halbzeit war er nicht voll einverstanden. Nach den beiden 2:2 gegen Schweinfurt und Augsburg II sei für seine Mannschaft klar gewesen, dass in Memmingen unbedingt ein Sieg her musste.
Vor 5.000 Zuschauern in ausverkauftem Haus trafen Florian Niederlechner in der 12. Minute, Lance Fiedler in der 56. Minute und Michael Eberwein kurz vor Schluss zum Erfolg der Münchner. Nach Einschätzung von Kayabunar fielen die Tore in den entscheidenden Momenten.
Mehr Stabilität in der Defensive
Nach zuletzt vier Gegentoren hatte der 1860-Coach besonderen Wert auf konzentrierteres Verteidigen gelegt. Die Mannschaft befindet sich nach der Insolvenz im Juni, den unruhigen Wochen danach und der Gründung einer neuen Spielbetriebsgesellschaft noch in einer frühen Phase. Viele Abläufe müssen sich erst einspielen, zudem gibt es noch Rückstand im Training.
Trotz einiger heikler Szenen habe sein Team engagiert verteidigt, betonte Kayabunar. Selbst nach dem dritten Treffer habe die Mannschaft weiter alles investiert, um ohne Gegentor zu bleiben.
Nächste Aufgabe in Aubstadt
Schon am Dienstag geht es für die Münchner weiter. Dann tritt 1860 um 19.00 Uhr beim TSV Aubstadt an. Der Trainer sieht die bislang ungeschlagene Bilanz als positives Signal, betont aber zugleich, dass in einigen Bereichen weiterhin Verbesserungen nötig sind.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber