Fußball

1:0 gegen Werder: Dieser Sieg lässt Hoffenheim träumen

Europa League fix, die Königsklasse im Blick: Warum Hoffenheim gegen zehn Bremer plötzlich ins Wanken geriet.

09.05.2026, 17:31 Uhr

Hoffenheim wahrt Chancen auf die Champions League – Bremen trotz Niederlage gerettet

Die TSG Hoffenheim bleibt bis zum letzten Spieltag im Rennen um Rang vier der Bundesliga. Am vorletzten Spieltag setzte sich das Team aus dem Kraichgau mit 1:0 gegen Werder Bremen durch und darf damit weiter auf die Qualifikation für die Champions League hoffen. Für die Norddeutschen wurde es zunächst noch einmal brenzlig, der Klassenerhalt ist nach der späteren 0:1-Niederlage des VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern aber trotzdem gesichert.

Vor 28.128 Zuschauern in Sinsheim musste Werder fast die gesamte Partie in Unterzahl bestreiten. Yukinari Sugawara sah bereits in der 5. Minute nach einem Foulspiel die Rote Karte. Ein Unentschieden hätte Bremen gereicht, um den Ligaverbleib aus eigener Kraft perfekt zu machen. Stattdessen sorgte Bazoumana Touré in der 26. Minute für den einzigen Treffer des Tages.

Die Hoffenheimer sind damit nun seit fünf Spielen ungeschlagen. Am letzten Spieltag in Mönchengladbach kämpfen sie gemeinsam mit dem VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen um den begehrten vierten Tabellenplatz.

Unzufriedenheit bei Werder

Schon vor der Begegnung hatte Bremens Geschäftsführer Clemens Fritz deutlich gemacht, dass die bisherige Saison aus Sicht des Vereins nicht zufriedenstellend verlaufen sei. "Wir sind alle unzufrieden", sagte er im Sky-Interview und stellte klar, dass man diese Spielzeit keinesfalls einfach als gelungen abhaken könne.

In Hoffenheim richteten sich die Blicke vor dem Anpfiff auch auf die Konkurrenz. Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker hob die starke Saison seiner Mannschaft hervor und erklärte, dass natürlich der Einzug in die Königsklasse das große Ziel sei – auch wenn man bei der TSG notfalls mit der Europa League leben könne.

Früher Platzverweis bringt Bremen in Not

Vor dem Anstoß verabschiedete der Klub noch die scheidenden Profis Grischa Prömel, Ihlas Bebou und Kevin Akpoguma. Danach wurde es schnell turbulent: Sugawara traf Touré an der Seitenlinie an der Wade. Nach Hinweis des Videoassistenten sah sich Schiedsrichter Sören Storks die Szene noch einmal am Monitor an und entschied anschließend auf Rot.

Für Bremen war das ein denkbar schlechter Start. Hoffenheim übernahm sofort die Kontrolle und setzte die Gäste unter Druck. Andrej Kramaric verfehlte zunächst noch per Kopf, wenig später nutzte Touré dann eine schnell ausgeführte Ecke von Fisnik Asllani und traf zur Führung.

Hoffenheim drängt, Bremen hält dagegen

Trotz der Überlegenheit der Gastgeber blieb das Spiel offen, weil Hoffenheim mehrere Angriffe nicht sauber zu Ende spielte und zugleich Konter zuließ. Tim Lemperle vergab kurz vor der Pause die große Möglichkeit auf das 2:0. Kurz nach dem Seitenwechsel wäre Bremen beinahe durch ein missglücktes Rettungsmanöver von Amos Pieper zum Eigentor gekommen.

Auf der anderen Seite hatte Werder seine beste Chance, als Justin Njinmah frei auf Oliver Baumann zulief. Der Hoffenheimer Schlussmann entschied das Duell jedoch für sich. In der Schlussphase drängte die TSG weiter auf den zweiten Treffer, doch Bremens Torhüter Mio Backhaus und die Defensive verhinderten Schlimmeres.

Für Diskussionen sorgte schließlich noch eine Szene in der 86. Minute, als Hoffenheims Robin Hranac im Strafraum den Ball an die Hand bekam. Die Bremer protestierten heftig, doch Storks ließ weiterspielen.

Am Ende blieb es beim knappen Erfolg für Hoffenheim – ein Sieg, der die Hoffnung auf die Champions League am Leben hält. Bremen verpasste zwar die Rettung aus eigener Kraft, ist nach der Wolfsburger Niederlage gegen Bayern aber dennoch vor dem Saisonfinale gerettet.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen