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Frauen-Tour: Niedermaier scheitert knapp – Reusser siegt

Beim Giro stark, bei der Tour chancenlos? Warum Niedermaier im Zeitfahren einbrach – und Reusser jetzt in Gelb fährt

04.08.2026, 18:07 Uhr

Antonia Niedermaier hat im Einzelzeitfahren der Tour de France Femmes eine Platzierung unter den besten Zehn deutlich verfehlt. Die 21 Kilometer lange Strecke von Gevrey-Chambertin nach Dijon beendete die Rosenheimerin auf Rang 24. Auf Tagessiegerin Marlen Reusser aus der Schweiz verlor die Zweite des diesjährigen Giro 1:34 Minuten.

Trotzdem konnte sich Niedermaier in der Gesamtwertung verbessern und liegt nun auf dem neunten Platz. Ihr Rückstand auf Reusser, die mit ihrem Erfolg das Gelbe Trikot von der Norwegerin Sigrid Haugset übernahm, beträgt 1:43 Minuten. Direkt hinter der Schweizerin folgt in der Gesamtwertung mit 14 Sekunden Rückstand die Niederländerin Demi Vollering, die im Zeitfahren Dritte wurde.

"Das Zeitfahren war extrem hart. Der Anstieg hat mir gut gelegen, aber mit Rückenwind und in den Abfahrten fiel es mir schwer, den Rhythmus richtig zu finden", erklärte Niedermaier im Gespräch mit der ARD. Sie ergänzte, dass das Rennen durch den kräftigen Rückenwind sehr schnell geworden sei: "Ich kam beim Treten kaum hinterher. Für Fahrerinnen wie mich ist das besonders schwierig."

Ferrand-Prévot verliert deutlich an Boden

Für Vorjahressiegerin Pauline Ferrand-Prévot ist die Hoffnung auf eine erfolgreiche Titelverteidigung vorerst stark gesunken. Die Mountainbike-Olympiasiegerin von Paris büßte im Zeitfahren 2:12 Minuten ein und rutschte in der Gesamtwertung klar zurück.

Damit ist die Französin in den kommenden Bergetappen auf eine Aufholjagd angewiesen. Möglichkeiten dazu wird es geben, denn das Streckenprofil wird in den nächsten Tagen deutlich anspruchsvoller. Vor allem der Anstieg zum Mont Ventoux am Freitag dürfte eine Schlüsselrolle spielen.

Schon am Mittwoch wartet jedoch eine schwere Etappe: Auf den 140 Kilometern von Macon nach Belleville-en-Beaujolais sind insgesamt acht Bergwertungen zu bewältigen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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