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DEB jubelt! Sieg gegen Großbritannien zum WM-Abschluss

Deutschland siegt zum WM-Abschluss – doch fürs Viertelfinale braucht das DEB-Team jetzt ein kleines Eishockey-Wunder.

25.05.2026, 22:30 Uhr

Dritter DEB-Sieg in Serie – fürs Viertelfinale braucht es jetzt das Ungarn-Wunder

Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft hat ihre WM-Gruppenphase in der Schweiz mit einem weiteren Pflichtsieg abgeschlossen. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis setzte sich in Zürich mit 6:3 (3:0, 1:1, 2:2) gegen den bereits als Absteiger feststehenden Außenseiter Großbritannien durch und steht damit nach sieben Spielen bei zehn Punkten.

Für den Einzug ins Viertelfinale reicht das aber wohl trotzdem nicht. Die deutsche Auswahl ist nun auf eine große Überraschung angewiesen: Nur wenn Lettland am Dienstag um 12.20 Uhr gegen Außenseiter Ungarn verliert, würde der DEB noch in die K.o.-Runde einziehen.

"Es war durchwachsen heute. Die letzten beiden Spiele waren bereits schwierig. Die anderen Ergebnisse machen ja was mit einem", sagte Nationalspieler Frederik Tiffels. "Wir würden natürlich gerne weiterkommen, ansonsten wäre das schon eine Enttäuschung."

Wie schon im vergangenen Jahr bei der WM in Dänemark droht Deutschland damit sehr wahrscheinlich erneut das Vorrunden-Aus. Der schleppend gestartete Vize-Weltmeister von 2023 lief im Turnierverlauf vor allem der 0:2-Niederlage gegen Lettland hinterher und ließ auch beim 3:4 nach Penaltyschießen gegen die USA wichtige Zähler liegen. Siege gab es ausschließlich gegen die Außenseiter, während das Kreis-Team gegen die Schweiz (1:6) und Finnland (1:3) klar unterlegen war. Entsprechend selbstkritisch fiel auch das Fazit von NHL-Star Moritz Seider aus: "Wir haben das Turnier vorher verloren."

Norwegen macht es vor

Auffällig ist dabei, dass der Weg ins Viertelfinale diesmal keineswegs unüberwindbar gewesen wäre. Mehrere Nationen wie die USA, Tschechien oder Schweden traten nahezu ohne ihre größten Stars an. In der Gruppe B steht mit Norwegen bereits ein Team im Viertelfinale, das sonst nicht zu den Topfavoriten zählt. In Deutschlands Gruppe besitzen neben Lettland auch Österreich weiterhin gute Chancen auf das Weiterkommen.

Immerhin gelang der deutschen Mannschaft mit dem dritten Sieg nacheinander noch ein versöhnlicher Abschluss der Gruppenphase. Doch passend zum bisherigen Turnierverlauf tat sich der DEB auch gegen Großbritannien zunächst schwer. Die Briten verteidigten kompakt und unterbanden viele deutsche Angriffe ohne große Mühe.

Gerade das Powerplay offenbarte erneut eine der größten Schwächen im bisherigen WM-Verlauf. Selbst in Überzahl sprang gegen den bereits abgestiegenen Gegner zunächst keine echte Torchance heraus. Erst eine starke Einzelaktion von Moritz Seider brachte die Führung: Sein präziser Pass fand Alexander Karachun, der bei seinem ersten WM-Einsatz in der Schweiz in der 14. Minute zum 1:0 einschob. Der 31-Jährige war erst in der vergangenen Woche für den verletzten Daniel Fischbuch nachnominiert worden.

Doppelschlag innerhalb von 16 Sekunden

Der Treffer brachte Großbritannien ins Wanken. Kurz vor der ersten Pause erhöhten Tiffels vom deutschen Meister Eisbären Berlin und Fabio Wagner aus München innerhalb von nur 16 Sekunden auf 3:0. "Wir wollen sie müde spielen", sagte NHL-Stürmer Lukas Reichel während der Partie bei ProSieben.

Im zweiten Abschnitt legte Andreas Eder mit seinem ersten WM-Tor schnell das 4:0 nach (23.). Doch die Begegnung verlor danach deutlich an Qualität. Robert Dowd verkürzte für die Briten auf 1:4 (25.), und insgesamt wirkte Deutschlands Auftritt in dieser Phase nicht mehr souverän. "Ich freue mich über das Tor, aber es war kein gutes zweites Drittel", sagte Eder.

Viele Tore im Schlussdrittel

Den schwächeren Mitteldurchgang wollte die deutsche Mannschaft nach der Pause schnell korrigieren. Joshua Samanski traf zum 5:1 (41.), Leon Gawanke erhöhte in der 49. Minute auf 6:1. Danach blieb die Partie allerdings auf überschaubarem Niveau. Ollie Betteridge (51.) und Robert Lachowicz (55.) betrieben für Großbritannien noch Ergebniskosmetik.

So bleibt für den DEB zumindest ein weiterer Sieg zum Abschluss der Vorrunde. "Über 60 Minuten haben wir den Sieg sicher nach Hause gebracht", sagte Bundestrainer Kreis. Ob das sportlich noch zum Viertelfinale reicht, entscheidet nun allein das Ergebnis im Spiel zwischen Lettland und Ungarn.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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