Sport

Audi schnappt sich Ex-Mercedes-Ingenieur

Audi greift in der Formel 1 nach ganz oben – und holt dafür ausgerechnet einen Ex-Mercedes-Mann an die Motoren-Spitze.

28.10.2026, 10:15 Uhr

Audi ordnet Führung seines Formel-1-Projekts neu

Audi stellt die Leitung seines Formel-1-Programms in Teilen neu auf. Ab Sonntag übernimmt der frühere Mercedes-Ingenieur Thomas Fuhr als Geschäftsführer den Motorenbereich des Herstellers in Neuburg an der Donau. An diesem Standort entsteht die Antriebseinheit für das künftige Formel-1-Team, während das Chassis im schweizerischen Hinwil entwickelt wird.

Mit Fuhrs Berufung soll Technikchef Stefan Dreyer entlastet werden, damit er sich vollständig auf die technische Weiterentwicklung der Power Unit konzentrieren kann.

Audi-Teamchef Mattia Binotto betonte, in Neuburg sei bereits eine stabile Basis geschaffen worden, auf der die erste Formel-1-Power-Unit von Audi von Grund auf entwickelt worden sei. Fuhr kenne die technischen Anforderungen genau und wisse, wie leistungsfähige Teams aufgebaut und geführt werden. Binotto zeigte sich überzeugt, dass er eine wichtige Rolle dabei spielen werde, das Projekt weiter voranzubringen und Audi zu einem führenden Hersteller in der Formel 1 zu machen.

Fuhr war bereits von 2009 bis 2012 Geschäftsführer von Mercedes-AMG High Performance Powertrains, also jenem Unternehmen, das die Formel-1-Motoren für Mercedes produziert. Audi hatte sich im Mai 2025 von seinem damaligen Motorenchef Adam Baker getrennt. Dessen Nachfolger wurde der aus Aachen stammende Christian Foyer, der weiterhin als Chief Operating Officer für den laufenden Betrieb in Neuburg verantwortlich bleibt.

Künftiger Geschäftsführer von Audi Formula Racing
Thomas Fuhr ist neu beim Formel-1-Team Audi. Quelle: -/AUDI AG/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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