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Ansahs Sprint-Coup: EM-Bronze!

Sperre oder Sensation? Trotz drohender vier Jahre Zwangspause sprintet Owen Ansah bei der EM überraschend zu Bronze.

11.08.2026, 22:55 Uhr

Bronze für Owen Ansah bei der Hallen-EM in Birmingham

Der deutsche 100-Meter-Rekordhalter Owen Ansah hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham die Bronzemedaille geholt. Im Finale kam der Sprinter des Hamburger SV in 10,19 Sekunden ins Ziel. Schneller waren nur die beiden Briten Romell Glave und Jeremiah Azu.

Titelverteidiger Marcell Jacobs aus Italien musste das Finale nach einer Verletzung beeinträchtigt beenden. Dadurch eröffnete sich für die übrigen Sprinter die Chance auf Edelmetall. Glave siegte in 10,09 Sekunden, Azu wurde in 10,16 Sekunden Zweiter.

Medaille könnte im Nachhinein aberkannt werden

Über Ansahs Erfolg liegt jedoch ein Schatten. Die Nationale Anti Doping Agentur hat wegen des Vorwurfs einer verweigerten Dopingprobe eine Sperre von vier Jahren beantragt. Der 25-Jährige weist die Anschuldigung zurück. Da derzeit keine vorläufige Suspendierung besteht, durfte er bei der EM starten.

Sollte später dennoch eine Sperre ausgesprochen werden, könnten ihm bereits erzielte Resultate aberkannt werden – darunter auch die Bronzemedaille von Birmingham. Bei den Europameisterschaften ist Ansah außerdem noch über 200 Meter gemeldet, in den Staffelwettbewerben tritt er nicht an.

Ansah bestreitet Vorwurf der Verweigerung

Nach seinen Angaben wollte Ansah am 9. Juli zum Diamond-League-Meeting nach Monaco reisen, als ein Dopingkontrolleur eine Probe von ihm verlangte. Der Sprinter erklärte, kurz zuvor auf der Toilette gewesen zu sein und deshalb nicht unmittelbar eine Probe abgeben zu können. Zudem sei der Kontrolleur außerhalb des von ihm angegebenen Zeitfensters erschienen.

Ansah betont, dass er sich zu keinem Zeitpunkt geweigert habe, eine Probe abzugeben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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