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EM-Drama: Gose holt Silber, Werner Bronze

Schon zweimal Gold – und jetzt glänzt Gose auch im Becken. Doch das ist nicht die einzige deutsche Medaillen-Überraschung.

11.08.2026, 20:08 Uhr

Isabel Gose hat bei den Europameisterschaften in Paris über 800 Meter Freistil die Silbermedaille gewonnen. Die 24-Jährige schlug im Centre Aquatique Olympique nach 8:18,44 Minuten an und musste sich nur ihrer italienischen Dauerrivalin Simona Quadarella geschlagen geben. Bronze sicherte sich die zweite deutsche Finalteilnehmerin Maya Werner.

Nach dem Rennen fielen sich Gose und Werner noch im Wasser in die Arme. Für das Team des Deutschen Schwimm-Verbands waren es am zweiten Tag der Beckenwettbewerbe die Medaillen zwei und drei in Paris.

Ich bin super happy“, sagte Gose im ZDF. „Drittes Rennen, dritte Medaille: Das ist bis jetzt eine ganz gute Ausbeute.“ Für sie war es bereits das dritte Edelmetall bei diesen Titelkämpfen. In der vergangenen Woche hatte sie im Freiwasser bereits Gold im Knockout-Sprint sowie mit der Mixed-Staffel gewonnen.

Gose war als Zweitschnellste ins Finale eingezogen und hielt zu Beginn gut mit Favoritin Quadarella mit. Über die gesamte Distanz fehlten am Ende jedoch die letzten Reserven. „Hinten habe ich schon gemerkt, dass mir so ein paar Körner fehlen“, sagte sie. Nach den bereits vielen Wettkampfkilometern wollte sie das aber nicht als Ausrede gelten lassen.

Auch Werner war nach ihrer ersten Einzelmedaille auf großer Bühne entsprechend glücklich. „Ich bin einfach froh, dass es beim ersten Rennen direkt geklappt hat“, sagte die 21-Jährige. Zur gemeinsamen Freude mit ihrer Magdeburger Trainingskollegin erklärte sie: „Wir sind Trainingskolleginnen, Freundinnen innerhalb und außerhalb vom Wasser. Das ist etwas ganz Besonderes.

Weitere Chancen für Gose in Paris

Gose zählt als Olympia-Bronzegewinnerin und Zweitschnellste des Jahres auch über 1500 Meter Freistil zu den deutschen Medaillenhoffnungen. Auf der längsten Beckendistanz steht am Donnerstag zunächst der Vorlauf an.

Imoudu und Seidel verpassen Bronze knapp

Knapp an einer Medaille vorbei schwamm Melvin Imoudu. Der 27-Jährige belegte über 100 Meter Brust in einem starken Feld Rang vier. Auf Bronze und den Italiener Simone Cerasuolo fehlten ihm lediglich 15 Hundertstelsekunden. Gold holte Olympiasieger Nicolò Martinenghi aus Italien.

Ebenfalls Vierte wurde Lise Seidel über 200 Meter Rücken. Beim Sieg der Britin Katie Shanahan fehlten der Deutschen 23 Hundertstelsekunden zum Podest.

Die deutsche Mixed-Staffel über 4×100 Meter Lagen stellte in 3:43,00 Minuten zwar einen deutschen Rekord auf, kam damit aber nicht aufs Podium und belegte Platz fünf.

Mehrere Medaillenchancen am Mittwoch

Am Mittwoch rückt aus deutscher Sicht vor allem das Finale über 800 Meter Freistil der Männer in den Fokus. Johannes Liebmann qualifizierte sich in Bestform als Schnellster für den Endlauf. Auch Sven Schwarz werden Medaillenchancen eingeräumt.

Zudem greift Weltmeisterin Anna Elendt über 100 Meter Brust nach einer Medaille. Die Finalsession beginnt um 18.30 Uhr.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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