Politik

Xi ist in den USA – was sein Besuch jetzt auslöst

Xi landet in Washington – seine erste USA-Reise seit Jahren könnte das Verhältnis der Supermächte auf den Kopf stellen.

24.09.2026, 00:17 Uhr

Xi Jinping bei Staatsbesuch in den USA: China kündigt zwei Pandabären für Zoo in Atlanta an

Chinas Präsident Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Xi und seine Ehefrau Peng Liyuan landeten am Mittwochabend Ortszeit auf einem Militärflugplatz nahe der Hauptstadt Washington. Dort wurden sie von US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump empfangen.

Am Fuß der Flugzeugtreppe wechselten Xi und Trump zunächst ein paar Worte. Kinder überreichten anschließend Xi und seiner Frau Blumensträuße. Nach einem kurzen Gang über den roten Teppich spielte eine Militärkapelle die Nationalhymnen beider Länder.

Während der US-Hymne flogen Bomber vom Typ B1 über die Gäste der Zeremonie. Der Lärm war dabei so laut, dass Trump das Gesicht verzog und sich mit einer Bemerkung an Xi wandte. Danach verließen die beiden Staatschefs das Rollfeld in unterschiedlichen Autos.

Bei Temperaturen von rund 18 Grad trug Trump während der gesamten Ankunftszeremonie einen dicken Mantel und Handschuhe, die er nur kurz zur Begrüßung auszog. Blutergüsse an seinen Händen hatten zuletzt wiederholt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst.

Im Mittelpunkt der Gespräche dürften der Zoll- und Handelskonflikt zwischen den USA und China stehen. Bei ersten Ansprachen im Weißen Haus betonten Trump und Xi erneut, man wolle die bilaterale Zusammenarbeit ausbauen. Darüber hinaus sollen Fragen zur sicheren Nutzung Künstlicher Intelligenz sowie internationale Krisen wie der Krieg mit dem Iran und Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine thematisiert werden.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Xis Ankündigung beim Empfang im Weißen Haus, dass in wenigen Tagen zwei Pandabären in den USA eintreffen sollen. Die Tiere werden nach seinen Worten in ihrem neuen Zuhause im Zoo von Atlanta erwartet. China setzt Pandas seit langem als Zeichen der Freundschaft ein – häufig ist in diesem Zusammenhang von sogenannter Panda-Diplomatie die Rede. Dabei werden die Tiere als Leihgaben an ausgewählte Zoos in aller Welt gegeben.

Bis Freitag ist für Xi ein umfangreiches Programm geplant, darunter auch eine Militärschau und ein Staatsbankett. Für Xi ist es die erste Reise in die Vereinigten Staaten seit 2023. Damals war er zum Apec-Wirtschaftsgipfel nach Kalifornien gereist und hatte dort Trumps Vorgänger Joe Biden getroffen. Die Einladung ins Weiße Haus hatte Trump bei seinem Besuch in Peking Mitte Mai ausgesprochen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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