Politik

Trump überrascht mit Putin-Vorstoß: Warum dessen Auftritt beim G20-Gipfel plötzlich «hilfreich» sein soll

Im Dezember steigt das G20-Treffen in Miami – und plötzlich steht eine heikle Frage im Raum: Darf auch Kremlchef Putin kommen? US-Präsident Trump hat dazu eine überraschend klare Haltung.

24.04.2026, 01:53 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat sich grundsätzlich positiv zu einer möglichen Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin am G20-Gipfel im Dezember in Miami geäußert. Auf die Frage eines Reporters sagte Trump, Putins Anwesenheit wäre „wahrscheinlich ziemlich hilfreich“.

Zugleich bekräftigte Trump seine frühere Kritik am Ausschluss Russlands aus der damaligen G8. Diesen Schritt habe er immer für unklug gehalten. Aus seiner Sicht sollte man mit allen im Gespräch bleiben.

Russland ist in der G20 weiterhin Mitglied, auch wenn Putin zuletzt 2019 persönlich an einem Gipfeltreffen der Gruppe teilgenommen hat. Zur G20 gehören 19 Staaten sowie die Europäische Union und die Afrikanische Union.

Zuvor hatte die Washington Post unter Berufung auf Regierungsvertreter berichtet, die US-Regierung plane eine Einladung Russlands. Eine formelle Einladung sei bislang jedoch noch nicht verschickt worden.

Trump machte außerdem deutlich, dass eine Einladung nicht automatisch bedeute, dass Putin am Ende auch tatsächlich nach Miami reist. Er äußerte offen Zweifel daran, ob der Kremlchef überhaupt kommen werde.

Kreml lässt Teilnahme weiter offen

Auch aus Moskau kam keine Festlegung. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass, Putin könne selbst nach Miami reisen – ebenso sei möglich, dass ein anderer Vertreter Russlands teilnehme. Sicher sei aber, dass Russland beim Gipfel in angemessener Form vertreten sein werde, da Moskau der G20 große Bedeutung beimesse.

Russland steht wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine im Konflikt mit westlich orientierten G20-Staaten. Politisch hat Moskau deshalb zuletzt verstärkt auf das Brics-Bündnis mit Partnern wie Brasilien, Indien, China und Südafrika gesetzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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