Politik

Trump krönt sein Gold-Oval-Office zum Nationaldenkmal

Nach Obamas Spott zieht Trump Konsequenzen: Sein goldglänzendes Oval Office soll künftig kaum noch veränderbar sein.

06.11.2026, 00:17 Uhr

Trump erklärt Oval Office zum Nationaldenkmal

US-Präsident Donald Trump hat das von ihm mit zahlreichen goldfarbenen Verzierungen umgestaltete Oval Office zum Nationaldenkmal erklärt. Mit einer entsprechenden Anordnung aus dem Weißen Haus soll es künftigen Präsidenten nach seinen Worten praktisch nur noch mit Zustimmung des Kongresses möglich sein, das Amtszimmer grundlegend umzubauen oder stark zu verändern.

Die Regelung soll auch für den benachbarten Kabinettssaal gelten. Trump verwies darauf, dass dort unter anderem neue Kronleuchter installiert worden seien.

Golddekor im Zentrum der Kritik

Das Oval Office zählt zu den bekanntesten Räumen des Weißen Hauses und ist seit Jahrzehnten auf zahllosen Aufnahmen zu sehen. Dabei spiegelte die Einrichtung stets auch den Stil des jeweiligen Präsidenten wider. In seiner zweiten Amtszeit ließ Trump den Raum besonders auffällig umgestalten und versah vor allem die Wände mit vielen goldenen Ornamenten. Die neue Anordnung soll größere Eingriffe in das Oval Office und den Kabinettssaal sowie in deren „wesentliche architektonische Elemente“ erschweren.

Die Neugestaltung hatte wiederholt Spott und Kritik ausgelöst. Vor kurzem sagte Ex-Präsident Barack Obama im Wahlkampf zu den Kongresswahlen, Trump passe eher zu einem Fernsehsender für Bauen, Wohnen und Renovieren. Dessen Oval Office sehe aus, „als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet“, sagte Obama mit Blick auf den aus seiner Sicht überladenen Stil.

Weitere umstrittene Bauvorhaben

Trump treibt zudem weitere Bauprojekte voran. So ließ er den Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um Platz für einen riesigen Ballsaal zu schaffen, den er selbst als „den besten der Welt“ bezeichnet. Denkmalschützer haben dagegen rechtliche Schritte eingeleitet, dennoch darf vorerst weitergebaut werden.

Bei öffentlichen Auftritten kurz vor und unmittelbar nach der schweren Niederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen sprach Trump vor allem über seine Baupläne. Dazu gehören auch ein umstrittener Triumphbogen sowie die geplante Neugestaltung eines historischen Golfplatzes in Washington.

Demokraten gewinnen beide Kammern

Bei den Midterms am Dienstag erzielten die Demokraten einen deutlichen Erfolg. Mit Beginn der neuen Legislaturperiode im Januar werden sie damit in beiden Kammern des US-Kongresses die Mehrheit stellen. Derzeit liegen Repräsentantenhaus und Senat noch in republikanischer Hand.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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