US-Außenminister Marco Rubio hat beim Nato-Außenministertreffen in Schweden für einen „Plan B“ zur Öffnung der Straße von Hormus geworben. Ein Abkommen mit dem Iran, das die freie Passage durch die für den globalen Öl- und Gasmarkt zentrale Meerenge sicherstellt, würde nach seinen Worten von allen begrüßt.
Falls Teheran sich jedoch weigere, die Meerenge zu öffnen, sie stattdessen kontrolliere und Mautgebühren für die Durchfahrt verlange, brauche es einen Ausweichplan. Rubio sagte in Helsingborg, er habe den Punkt bei den Gesprächen angesprochen und viel Zustimmung erhalten. Konkrete Ankündigungen oder Beschlüsse gebe es bislang aber nicht.
Zugleich verwies der US-Chefdiplomat darauf, dass ein internationales Bündnis unter Führung Frankreichs und Großbritanniens bereits eine mögliche Marinemission für die Zeit nach einem Ende der Kampfhandlungen vorbereite. Nötig sei aber auch ein „Plan B“ für den Fall, dass weiter geschossen werde: Dann stelle sich die Frage, wie die Meerenge wieder geöffnet werden könne.
Ob dafür zwingend eine Nato-Mission erforderlich wäre, ließ Rubio offen. Seiner Einschätzung nach würden daran aber in jedem Fall Nato-Staaten mitwirken können.
Rubio betonte zudem, die USA seien nicht auf Unterstützung von Verbündeten angewiesen. Washington könne notfalls auch allein handeln. Zugleich hätten mehrere Länder Interesse signalisiert, sich gegebenenfalls an einem solchen Einsatz zu beteiligen. Konkrete Staaten nannte er nicht.
Die Öffnung der Straße von Hormus bleibt einer der zentralen Streitpunkte in den stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hatte die Meerenge nach Beginn des Kriegs durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen weitgehend unpassierbar gemacht. Die USA reagierten darauf mit einer eigenen Blockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion