Iran

Iran plant Chameneis Begräbnis

Erstmals nach Chameneis Tötung spricht ein iranischer Politiker über das Begräbnis – und warum nun mehrere Städte trauern.

02.06.2026, 15:55 Uhr

Erste Hinweise zur Beisetzung Chameneis

Mehr als drei Monate nach dem Tod des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei gibt es erstmals konkrete Hinweise auf den Termin seiner Beerdigung. Nach Angaben des stellvertretenden Teheraner Bürgermeisters Amin Tawakolisadeh, über die iranische Medien berichteten, soll die Bestattung zu Beginn des islamischen Trauermonats Muharram stattfinden. Ein möglicher Termin käme damit ab Mitte Juni infrage.

Die offiziellen Trauerzeremonien sind demnach in der Hauptstadt Teheran, in der heiligen Stadt Ghom und in Chameneis Geburtsort Maschhad geplant. Seine letzte Ruhestätte soll im Imam-Resa-Mausoleum in Maschhad sein, einem der wichtigsten religiösen Zentren des Landes. In Teheran rechnen die Behörden mit Menschenmengen von bis zu 20 Millionen Teilnehmern.

Chamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des Krieges, bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran ums Leben gekommen. Danach war lange offen geblieben, wann der langjährige oberste Führer des Iran beerdigt werden würde. Aus Sicherheitsgründen waren größere öffentliche Trauerfeiern zunächst nicht vorgesehen, obwohl zahlreiche hochrangige Vertreter aus Politik und Militär erwartet werden.

Unterdessen berichten iranische Medien von einem Stopp der indirekten Verhandlungen zwischen Teheran und Washington. Seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr statt, meldete die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars. Zuvor hatte bereits Tasnim berichtet, das Aussetzen der Kontakte stehe im Zusammenhang mit dem anhaltenden Krieg Israels im Libanon.

Solange die Kämpfe dort andauerten, werde es keine Gespräche geben, hieß es. Israel führt im Libanon Krieg gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz. Der iranische Verhandlungsführer und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf schrieb auf X, sollte die „israelische Aggression gegen den Libanon“ fortdauern, werde man „nicht nur den Verhandlungsweg stoppen, sondern auch in eine direkte Konfrontation mit dem Feind treten“.

US-Präsident Donald Trump stellte die Lage dagegen anders dar. Auf Truth Social erklärte er, die Gespräche mit Teheran würden in „schnellem Tempo“ fortgeführt. Zudem kündigte Trump ein Ende der Kämpfe im Libanon an. Für Mittwoch sind politische Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Washington vorgesehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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