Bayern

Bären-Alarm im Allgäu? Die Spuren waren vom Dachs

Bären-Alarm im Allgäu? Die Laborprobe überrascht: Hinter dem vermeintlichen Bärenkot steckt ein viel kleineres Tier.

27.07.2026, 20:28 Uhr

Das bayerische Landesamt für Umwelt hat nach Berichten über einen möglichen Bären im Allgäu Entwarnung gegeben. Eine genetische Untersuchung des vermeintlichen Bärenkots ergab, dass die Hinterlassenschaft tatsächlich von einem Dachs stammt. Wie die Behörde mitteilte, wurde dies durch eine Laboranalyse am Senckenberg-Institut festgestellt. Da Dachse teils ähnliche Nahrung wie Bären zu sich nehmen, kann ihr Kot in einzelnen Fällen entsprechend ähnlich aussehen.

Entdeckt worden war die Spur beziehungsweise der Kot am vergangenen Dienstag, dem 21. Juli, im Süden des Landkreises Oberallgäu. Das Senckenberg-Institut im hessischen Gelnhausen ist auf Wildtiergenetik spezialisiert. Zuletzt war im Frühjahr 2023 ein Braunbär im Allgäu nachgewiesen worden.

Braunbären ziehen immer wieder von Österreich nach Bayern

Auch in Österreich gibt es regelmäßig Hinweise auf Bären. Zuletzt hatten Bauern in Tirol nahe der bayerischen Grenze im Gebiet der Gemeinde Thiersee ein Tier gesichtet. Vermutet wird, dass die Bären aus den italienischen Alpen zuwandern, wo ein Wiederansiedlungsprojekt läuft.

Bären, die gelegentlich die Grenze nach Bayern überqueren, beschäftigen die Gemeinden in den bayerischen Alpen bereits seit rund zwanzig Jahren. Im italienischen Trentino leben nach Schätzungen mindestens etwa 100 Tiere. Dort kam es in den vergangenen Jahren auch zu Angriffen auf Menschen. Im Frühjahr 2023 wurde ein Jogger von einem Bären tödlich verletzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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