Im Zuge der Ermittlungen gegen mutmaßliche Waffenbeschaffer der Hamas hat die Bundesanwaltschaft einen weiteren Verdächtigen festnehmen lassen. Nach Angaben der Behörde wurde der Mann von der dänischen Polizei im Raum Kopenhagen gefasst. Der dänische Staatsbürger soll in den kommenden Wochen nach Deutschland überstellt werden.
Bereits in den vergangenen Monaten waren mehrfach mutmaßliche Hamas-Mitglieder und Unterstützer festgenommen worden. Sie sollen an der Beschaffung, dem Transport und der Lagerung von Waffen beteiligt gewesen sein. Nach Einschätzung der Ermittler dienten diese Aktivitäten dazu, mögliche Anschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und anderen europäischen Ländern vorzubereiten.
Vorwürfe gegen den Festgenommenen
Dem in Dänemark festgenommenen Mann wirft die Bundesanwaltschaft die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie Verstöße gegen das Waffengesetz vor. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er im Juli 2025 fünf Pistolen und passende Munition an einen weiteren Beschuldigten übergeben haben. Dieser habe die Waffen anschließend an einen dritten Verdächtigen weitergereicht, der sie nach Wien transportieren sollte.
Nach seiner Überstellung nach Deutschland soll der Mann dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Dort werden ihm der Haftbefehl eröffnet und die Entscheidung über eine mögliche Untersuchungshaft getroffen. Bis es tatsächlich zu einer Auslieferung kommt, können jedoch noch mehrere Wochen oder sogar Monate vergehen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion