Prozess gegen mutmaßlichen Holocaust-Leugner startet in München
Vor dem Landgericht München II beginnt am Montag um 9.15 Uhr der Prozess gegen einen 71-jährigen Mann aus Tutzing. Ihm wird vorgeworfen, den Holocaust geleugnet und zudem antisemitische Verschwörungserzählungen verbreitet zu haben.
Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft soll der Angeklagte, nachdem sein Youtube-Kanal infolge früherer Strafverfahren gesperrt worden war, Inhalte über Plattformen wie Telegram veröffentlicht haben. Dabei soll er unter anderem die Ermordung von Millionen Jüdinnen und Juden durch das NS-Regime bestritten haben.
Die Münchner Generalstaatsanwaltschaft legt ihm unter anderem Volksverhetzung sowie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen in zahlreichen Fällen zur Last. Für das Verfahren sind zehn Verhandlungstage vorgesehen. Ein Urteil könnte demnach am 21. Oktober fallen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber