Tödlicher Wildunfall im Norden Polens
Auf einer Schnellstraße im Norden Polens ist ein Auto mit einem Elch kollidiert. Dabei wurde eine 40 Jahre alte Beifahrerin so schwer verletzt, dass sie später im Krankenhaus starb.
Eine Polizeisprecherin sagte, das Leben der Frau habe nicht gerettet werden können. Der 45-jährige Fahrer wurde ebenfalls verletzt, schwebte aber nicht in Lebensgefahr.
Der Unfall passierte am Freitagabend gegen 21.30 Uhr auf der Schnellstraße S61 bei der Ortschaft Czerwonka, nördlich von Suwalki und unweit der litauischen Grenze. Nach dem Zusammenstoß blieb die Straße für mehrere Stunden gesperrt. Polizei und Staatsanwaltschaft sollen nun die genauen Umstände des Unfalls klären.
Mehr freilebende Elche in Polen
Der Elchbestand in Polen hat sich deutlich erholt, seit die Tiere kurz nach der Jahrtausendwende stärker unter Schutz gestellt wurden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP leben inzwischen wieder mehr als 30.000 Elche frei im Land.
Die meisten Tiere konzentrieren sich auf den Nordosten Polens – also auf jene Region, in der sich auch der Unfall ereignet hat.
Eine eigene offizielle Statistik zu Zusammenstößen mit Elchen gibt es laut PAP nicht. Unfallberichte zeigen jedoch, dass solche Kollisionen in den vergangenen Jahren häufiger geworden sind. Fachleute sehen einen Grund darin, dass einst zusammenhängende Lebensräume der Tiere heute vielerorts von Straßen durchschnitten werden. Dass ein Unfall mit einem Elch für Menschen tödlich endet, gilt aber auch in Polen als ungewöhnlich.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber