Bremen

Einheitsfest in Bremen: Darum jubelt die Polizei

Politik zum Anfassen, mahnende Worte und volle Plätze: Doch wie fällt die überraschende erste Bilanz des Bremen-Fests aus?

04.10.2026, 10:48 Uhr

Nach dem zentralen Fest zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen haben die Sicherheitsbehörden eine positive Bilanz gezogen. Bremens Innensenatorin Eva Högl (SPD) sprach am letzten Tag der dreitägigen Feierlichkeiten von einem fröhlichen und sicheren Fest. Rund 4.000 Einsatzkräfte aus Bremen, anderen Bundesländern und vom Bund seien im Einsatz gewesen.

Zu den Veranstaltungen kamen nach Angaben der Behörden rund 400.000 Menschen sowie die politische Spitze Deutschlands. Bei kleineren Demonstrationen am Rande des Feiertags registrierte die Polizei einzelne Angriffe auf Einsatzkräfte und vorübergehende Festnahmen. Högl betonte, Demonstrationen seien in einer Demokratie selbstverständlich möglich, Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten sowie andere Straftaten aber nicht hinnehmbar.

Steinmeier mahnt zum Schutz der Demokratie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bezeichnete die Wiedervereinigung in seiner Rede als Glücksmoment der deutschen Geschichte. Mit Blick auf das Erstarken der AfD rief er dazu auf, die Demokratie entschlossen zu verteidigen.

An Gottesdienst und Festakt nahmen auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), Ministerinnen und Minister sowie die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder teil. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen suchten sie zudem das Gespräch mit Besucherinnen und Besuchern.

Hohe Anforderungen an die Sicherheitskräfte

Högl verwies darauf, dass Zusammenkünfte der Staatsspitze stets besondere Anforderungen an die Sicherheitsplanung stellten. Polizei, Verfassungsschutz, Feuerwehr und Rettungsdienste hätten deshalb eng zusammengearbeitet. Die Senatorin zeigte sich dankbar, dass der Einsatz insgesamt so erfolgreich verlaufen sei.

Feierlichkeiten gehen bis Sonntagabend

Die Feierlichkeiten stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Viele Stärken – Ein Land“ und dauern noch bis in den späten Sonntagabend an. Geboten werden zahlreiche Informationsstände von politischen Institutionen, Behörden und allen Bundesländern. Hinzu kommen kulturelle und kulinarische Angebote, Diskussionen, Führungen sowie kostenlose Konzerte.

Dass das zentrale Einheitsfest diesmal in Bremen stattfindet, liegt daran, dass das kleinste Bundesland derzeit die Präsidentschaft im Bundesrat innehat.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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