Paula Löber ist neue Deutsche Weinkönigin
Paula Löber aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut in Sachsen-Anhalt ist zur 78. Deutschen Weinkönigin gewählt worden. Die 29-jährige Projektmanagerin setzte sich im Finale in Neustadt an der Weinstraße gegen vier weitere Bewerberinnen durch und wird nun ein Jahr lang als wichtigste Repräsentantin der Branche für rund 14.000 Weinbaubetriebe auftreten.
Unter großem Jubel und begleitet von Konfetti erhielt Löber die Krone von ihrer Vorgängerin Anna Zenz von der Mosel. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zeigte sie sich überwältigt von dem Moment und sprach von großer Freude. In ihrem Amtsjahr wird sie zahlreiche Termine im In- und Ausland wahrnehmen.
Zwei Weinprinzessinnen kommen aus Rheinhessen und Württemberg
Mit Paula Löber stammt erstmals seit 1993 wieder eine Siegerin aus Saale-Unstrut. Im Wettbewerb mussten die fünf Finalistinnen unter anderem Rebsorten bei einer Blindverkostung erkennen und auf der Bühne bei weinbezogenen Spielen Schlagfertigkeit beweisen. Vor Hunderten Gästen im Saalbau kürten Jury und Publikum anschließend Kathrin Knierim (27) aus Rheinhessen und Natalie Schäfter (25) aus Württemberg zu Weinprinzessinnen.
Im Rennen um die Krone schieden Anna Cölsch (21) aus der Pfalz und Lena Roie (32) aus dem Rheingau im Finale aus. Zuvor hatten sich die Finalistinnen in einer Vorrunde gegen fünf weitere Kandidatinnen und einen Kandidaten aus anderen Regionen durchgesetzt.
Tradition seit 1949
Deutschland verfügt insgesamt über 13 Weinanbaugebiete, das größte davon ist Rheinhessen. Die Deutsche Weinkönigin wirbt bereits seit 1949 für den heimischen Weinbau. Früher durften nur ledige Frauen aus Winzerfamilien antreten. Diese Vorgaben wurden 1999 aufgehoben, inzwischen ist der Wettbewerb auch für Männer offen.
Die scheidende Weinkönigin Anna Zenz verabschiedete sich sichtlich bewegt von ihrem Amt. Rückblickend sagte die 25-Jährige, das vergangene Jahr habe all ihre Erwartungen übertroffen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber