Hessen

Ebola-Patient: Sein Zustand überrascht jetzt

Ebola-Patient in Frankfurt: Nach Tagen auf der Isolierstation gibt es plötzlich Hoffnung – was Ärzte jetzt verraten

20.07.2026, 14:23 Uhr

Eine Woche nach der Aufnahme eines Ebola-Patienten an der Frankfurter Universitätsklinik hat sich dessen Zustand spürbar verbessert. Nach Angaben einer Sprecherin der Universitätsmedizin geht es dem Mann inzwischen deutlich besser. Der US-Bürger hatte sich während eines Einsatzes als Logistiker für eine Hilfsorganisation in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Virus infiziert.

Der Patient zeigt laut Klinik die für Ebola typischen Krankheitszeichen. Bei ihm wurde das Bundibugyo-Virus nachgewiesen, jene Ebola-Variante, die derzeit im Kongo verbreitet ist. Dank der Behandlung auf einer eigens dafür vorgesehenen Isolierstation sowie des Einsatzes des spezialisierten Klinikpersonals habe sich sein Zustand stabilisiert. Für die Beschäftigten der Klinik bestehe keine Gefahr.

Seit einer Woche in Behandlung in Frankfurt

Wie die Hilfsorganisation Samaritan’s Purse zuvor mitgeteilt hatte, handelt es sich bei dem Erkrankten um einen ihrer Mitarbeiter. Demnach ist er seit 15 Jahren als Katastrophenhelfer tätig und nimmt freiwillig an solchen Einsätzen teil. Nach Angaben der christlichen Organisation war er nicht in der medizinischen Versorgung eingesetzt, sondern ausschließlich in der Logistik und hatte keinen direkten Kontakt zu Patienten.

Der Mann war am Montag, dem 13. Juli, nach Frankfurt gebracht worden. Die Uniklinik verfügt bereits über Erfahrung in der Behandlung hoch ansteckender hämorrhagischer Fieber. In der Vergangenheit wurden dort bereits ein Ebola-Fall sowie zwei Infektionen mit dem Lassavirus erfolgreich behandelt.

Schon im Mai wurde ein Ebola-Patient in Berlin versorgt

Bereits rund zwei Monate zuvor war ein weiterer US-Amerikaner mit Ebola nach Deutschland ausgeflogen und in der Berliner Charité behandelt worden. Nach etwas mehr als zwei Wochen konnte er das Krankenhaus wieder verlassen.

Ebola ist eine hoch ansteckende und potenziell tödliche Krankheit. Übertragen wird das Virus vor allem durch direkten Körperkontakt sowie über Körperflüssigkeiten. Der aktuelle Ausbruch im Kongo gilt als besonders schwierig einzudämmen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass es gegen den Bundibugyo-Typ bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine gezielte Therapie gibt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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