Rückschlag für Greuther Fürth im Abstiegskampf
Die SpVgg Greuther Fürth hat den nächsten wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenverbleib verpasst. Eine Woche nach dem spektakulären 3:2 gegen den SV Darmstadt unterlag das Team von Trainer Heiko Vogel beim VfL Bochum mit 1:2 (0:1). Damit haben sich die Sorgen der Franken in der 2. Bundesliga wieder verschärft: Fürth fiel auf den vorletzten Tabellenplatz zurück. Der 1. FC Magdeburg auf Rang 16 ist allerdings punktgleich.
Bochum durfte sich am 31. Spieltag vor allem bei Philipp Hofmann bedanken. Der Angreifer traf bereits in der 1. Minute und legte in der 56. Minute nach. Fürth kam durch Noel Futkeu, der in der 88. Minute sein 16. Saisontor erzielte, nur noch zum Anschluss. Der VfL ist damit Tabellenzehnter und liegt nun sechs Punkte vor Fürth.
Blitzstart durch Hofmann
Fürths Trainer Heiko Vogel lobte nach der Partie bei Sky Bochums Doppeltorschützen: "Philipp Hofmann ist einer der besten Stürmer dieser Liga." Zugleich sah er für seine Mannschaft Chancen auf einen Punktgewinn: Mit etwas mehr Glück wäre aus seiner Sicht ein Unentschieden möglich und auch verdient gewesen.
Die Gastgeber erwischten einen Traumstart. Schon nach 48 Sekunden segelte eine Hereingabe von Maximilian Wittek in den Strafraum. Fürths Abwehrchef Philipp Ziereis rutschte weg, Hofmann hatte freie Bahn und schob aus sechs Metern problemlos ein.
Danach verflachte die Partie zunächst deutlich. Erst in der 27. Minute wurde es wieder gefährlich: Nach einer Flanke von Paul Will setzte Fürths Stürmer Futkeu einen Kopfball an die Latte. Anschließend nahm das Spiel etwas Fahrt auf. Auf Bochumer Seite verpasste Koji Miyoshi das mögliche 2:0 knapp, während Branimir Hrgota auf der anderen Seite den Ausgleich für Fürth liegenließ.
Zweite Halbzeit mit mehr Szenen
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bochum. Wieder war Hofmann zur Stelle und köpfte nach einer Ecke zum 2:0 ein. Für den 33-Jährigen war es Saisontreffer Nummer zwölf. In der 65. Minute jubelte er sogar über seinen dritten Treffer des Tages, doch wegen einer Abseitsstellung zählte das Tor nicht.
Erst in der Schlussphase stemmten sich die Fürther noch einmal energischer gegen die Niederlage. Felix Klaus scheiterte zunächst an VfL-Keeper Timo Horn und traf wenig später nur den Pfosten. Kurz danach brachte Futkeu die Gäste mit seinem Treffer noch einmal heran, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.
Ziereis zeigte sich nach dem Abpfiff dennoch kämpferisch. Der Verteidiger sprach von keinem optimalen Spieltag, betonte aber die mentale Stärke der Mannschaft. Man kenne den Druck im Abstiegskampf seit der gesamten Saison, sagte er. Für ihn sei klar, dass es bis zum Ende ein harter Kampf bleibe. Schon jetzt richtet sich der Blick auf die kommende Woche – dann steht das Derby an.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion