Hinweise auf Arbeitsausbeutung bei Kontrollen in München
Bei Überprüfungen in mehreren Münchner Betrieben hat der Zoll Anhaltspunkte für mögliche Arbeitsausbeutung sowie Verstöße gegen Sozial-, Aufenthalts- und Asylrecht gefunden. Nach Angaben des Hauptzollamts München nahmen Einsatzkräfte von Zoll, Polizei, Ausländerbehörde und Arbeitsagentur sechs Hotels, ein Restaurant und ein Einzelhandelsgeschäft ins Visier. Insgesamt wurden dabei 77 Beschäftigte aus 25 Ländern kontrolliert.
Nach bisherigem Stand könnten fünf der überprüften Personen Opfer von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung geworden sein. Außerdem wurde ein Tatverdächtiger identifiziert. Darüber hinaus registrierten die Ermittler 26 Verdachtsfälle im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Aufenthalts- und Asylrecht sowie gegen sozialrechtliche Vorgaben.
Die Maßnahmen fanden im Rahmen europaweiter Kontrolltage der Plattform EMPACT statt, die sich gegen organisierte Kriminalität richtet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber