Bayern

Fachmagazin feiert Bayerns Opern-Hit des Jahres

Münchens Staatsoper räumt bei «Opernwelt» gleich mehrfach ab – und auch ihr Regisseur holt einen der begehrtesten Titel.

25.09.2026, 08:01 Uhr

Die Bayerische Staatsoper hat mit „Of One Blood“ nach Einschätzung internationaler Fachkritiker die bedeutendste Opern-Uraufführung des Jahres vorgelegt. Das geht aus einer Umfrage der Zeitschrift „Opernwelt“ unter 40 Kritikerinnen und Kritikern hervor. Das Werk wurde zugleich auch für das Bühnenbild von Etienne Pluss ausgezeichnet.

Die Oper des australischen Komponisten Brett Dean erzählt vom Machtkonflikt zwischen Elizabeth I. von England und ihrer schottischen Rivalin Mary Stuart. Die Uraufführung fand im Mai in München statt.

Auch Regisseur ausgezeichnet – Lob aus dem Ministerium

Zum Regisseur des Jahres wurde Claus Guth gewählt. Die Jury würdigte seine klaren, präzisen Deutungen von Jean-Marie Leclairs „Scylla et Glaucus“ am Opernhaus Zürich sowie von „Of One Blood“ an der Bayerischen Staatsoper.

Auch aus der Politik kam Anerkennung: Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) sprach von einem Werk, das musikalisch, szenisch und visuell Maßstäbe setze. Das Zusammenspiel von Brett Deans Musik, Claus Guths Regie und Etienne Pluss’ Bühnenbild mache die Produktion zu einem Gesamtkunstwerk mit internationaler Strahlkraft. Die Auszeichnungen seien ein Beleg für die künstlerische Klasse des Hauses. Die Bayerische Staatsoper stehe, so Blume, für Weltoffenheit, höchste Qualität und den Mut zu neuen Perspektiven im Musiktheater.

Staatstheater Mainz ist Opernhaus des Jahres

Den Titel Opernhaus des Jahres erhielt das Staatstheater Mainz. Das von Markus Müller geleitete Haus überzeugte laut Mitteilung mit einem dramaturgisch starken, couragierten und politisch wachen Spielplan sowie markanten Regiehandschriften. Im Vorjahr war die Auszeichnung an das Opernhaus Zürich gegangen.

Diese Künstler wurden ebenfalls ausgezeichnet

Jedes Jahr lässt „Opernwelt“ Kritikerinnen und Kritiker in mehreren Kategorien abstimmen. Als Sänger des Jahres wurde Michael Spyres geehrt. Gewürdigt wurden seine Auftritte als Walther von Stolzing in „Die Meistersinger von Nürnberg“ und als Siegmund in „Die Walküre“ bei den Bayreuther Festspielen 2025.

Den Titel Sängerin des Jahres erhielt Elena Stikhina für ihre Darstellung der Jeanne in Tschaikowskys „Die Jungfrau von Orléans“ an der Nationale Opera & Ballett in Amsterdam.

Als Dirigent des Jahres setzte sich Thomas Guggeis, Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt, durch. Dort verorteten die Fachleute auch das Orchester des Jahres.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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