Internationale Fahnder helfen auf der Wiesn
Die Zusammenarbeit mit ausländischen Ermittlern hat sich auf dem Oktoberfest bereits am ersten Abend ausgezahlt. Bei zwei Vorfällen schritten spezialisierte Taschendiebfahnder aus Lissabon und Frankfurt ein und nahmen Verdächtige vorläufig fest.
Im Hofbräu-Festzelt beobachteten Beamte aus Lissabon gegen 22.40 Uhr einen Mann, der offenbar gezielt nach Diebstahlgelegenheiten suchte. Nach Angaben der Polizei nahm er zunächst eine auf einer Bierbank liegende Jacke an sich und durchsuchte sie nach Wertsachen. Danach soll er versucht haben, eine Handtasche zu entwenden. Die Besitzerin bemerkte den Versuch jedoch rechtzeitig.
Anschließend soll der Mann noch eine weitere abgelegte Jacke durchsucht haben. Beim Verlassen des Festzelts wurde der 32-Jährige von Polizisten gestoppt, vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht.
Festnahme nach mutmaßlicher sexueller Belästigung
Auch Fahnder aus Frankfurt am Main griffen auf der Wiesn ein – diesmal wegen eines Sexualdelikts. In einem Bierzelt beobachteten sie einen Mann, der sein Geschlechtsteil entblößt haben soll und damit mehrere Frauen berührt habe. Die Beamten nahmen den Verdächtigen fest und brachten ihn ebenfalls zur Wiesnwache. Gegen den 45-Jährigen wurde Anzeige wegen sexueller Belästigung erstattet.
Während der 16 Festtage sind rund 600 Polizeikräfte auf und rund um das Oktoberfest im Einsatz. Unterstützung erhalten sie von Taschendiebfahndern aus Belgien, Ungarn, Tschechien, den Niederlanden, Frankreich, Rumänien, Portugal, Luxemburg sowie aus mehreren deutschen Polizeipräsidien, darunter Frankfurt, Berlin, Karlsruhe und Köln. Auch die Bundespolizei ist an den Bahnhöfen mit umfangreichen Kräften präsent.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber