Pascal Groß beendet seine Laufbahn im DFB-Team
Pascal Groß hat seine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft für beendet erklärt. Der Mittelfeldspieler von Brighton & Hove Albion äußerte sich dazu nach dem 3:0-Erfolg seines Clubs gegen den FC Arsenal.
Der 35-Jährige sagte in einem Interview bei Sky, offiziell habe er seinen Rücktritt zwar nicht über soziale Netzwerke bekanntgegeben, faktisch sei seine Zeit im DFB-Team aber seit der Weltmeisterschaft vorbei. Zugleich betonte er, nun sei der richtige Moment gekommen, der jüngeren Generation alles Gute zu wünschen und ihr die Daumen zu drücken.
Nach Manuel Neuer und Antonio Rüdiger ist Groß damit der dritte erfahrene Nationalspieler, der nach dem enttäuschenden WM-Abschneiden seine DFB-Laufbahn beendet. Beim neuen Bundestrainer Jürgen Klopp spielte er zuletzt keine Rolle mehr: Für die vier anstehenden Nations-League-Partien wurde er nicht in den erweiterten Kader mit 44 Spielern berufen.
Trotz des Abschieds aus der Nationalmannschaft hat Groß nach eigenen Worten weiterhin große Freude am Fußball. Gleichzeitig sieht er in Deutschland einen notwendigen personellen Umbruch. Mit Brighton befindet sich der frühere Bundesligaprofi derzeit in guter Form und liegt nach fünf Spieltagen im oberen Tabellenbereich. Beim Sieg gegen Arsenal steuerte Groß selbst einen Treffer bei.
Später Einstieg ins Nationalteam
Sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft gab Groß erst im September 2023. Beim 1:4 gegen Japan, dem letzten Länderspiel unter Hansi Flick, kam er im Alter von 32 Jahren erstmals zum Einsatz. Insgesamt absolvierte er 19 Partien im DFB-Trikot.

Sein einziges Länderspieltor erzielte Groß beim 2:1 im EM-Testspiel 2024 gegen Griechenland. Seinen letzten Einsatz hatte er bei der 1:2-Niederlage gegen Ecuador in der WM-Gruppenphase in East Rutherford, als er eingewechselt wurde.
Der frühere Bundestrainer Julian Nagelsmann schätzte an Groß vor allem dessen mannschaftsdienliche Spielweise und seinen analytischen Blick auf das Geschehen auf dem Platz.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber