Rapunzel ruft Rotkleesamen wegen möglicher Gesundheitsgefahr zurück
Der Bio-Hersteller Rapunzel hat einen Rückruf für Rotkleesamen gestartet. Nach Angaben des Unternehmens wurden bei einer behördlichen Kontrolle Shigatoxin-bildende Escherichia coli festgestellt, also STEC-/EHEC-Bakterien. Das teilte Rapunzel am Freitag am Firmensitz in Legau im Unterallgäu mit. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen weder die betroffenen Samen noch daraus gezogene Sprossen essen.
Vom Rückruf erfasst ist ausschließlich das Produkt „Rapunzel bioSnacky Rotklee“ in der 30-Gramm-Packung. Betroffen sind die Charge 11293 sowie das Mindesthaltbarkeitsdatum 12/2028. Genannt werden außerdem die Artikelnummer 690280 und die EAN 4006040169871. Nach Unternehmensangaben wurde das Produkt deutschlandweit im stationären Handel und online verkauft. Außerdem wurden Lieferungen unter anderem nach Österreich, Italien und ins Vereinigte Königreich verschickt.
Mögliche Folgen einer Infektion
Eine Ansteckung mit STEC/EHEC kann innerhalb weniger Tage, meist binnen einer Woche, zu Durchfall und Bauchkrämpfen führen. Bei Säuglingen, kleinen Kindern, älteren Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem kann die Erkrankung schwerer verlaufen, teils auch mit blutigem Durchfall. In seltenen Fällen kann insbesondere bei kleinen Kindern ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) auftreten, das ein akutes Nierenversagen auslösen kann.
Wer das betroffene Produkt oder daraus hergestellte Sprossen verzehrt hat und danach starke oder länger anhaltende Beschwerden entwickelt, sollte laut Rapunzel ärztlichen Rat einholen und auf eine mögliche STEC-/EHEC-Infektion hinweisen. Ohne entsprechende Symptome sei eine vorsorgliche Behandlung nicht notwendig.
Rückgabe oder Entsorgung möglich
Kundinnen und Kunden können betroffene Packungen in dem Geschäft zurückgeben, in dem sie gekauft wurden. Der Kaufpreis wird erstattet. Alternativ können sowohl die Samen als auch bereits gezogene Sprossen über den Restmüll entsorgt werden. Andere Artikel aus der Reihe „bioSnacky“ sind nach Unternehmensangaben nicht betroffen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber