Bayern

Waffen, Drogen, Anklage: Was junge Männer trieben

Waffen, Drogen, Pakete: Zwei Nürnberger sollen aus den Niederlanden beliefert worden sein – und der Prozess könnte blitzschnell enden.

31.08.2026, 15:40 Uhr

Prozess in Nürnberg: Zwei junge Männer gestehen Waffen- und Drogenhandel

Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth müssen sich zwei junge Männer wegen illegalen Handels mit Schusswaffen und Betäubungsmitteln verantworten. Nach Angaben eines Gerichtssprechers haben die inzwischen 21 und 22 Jahre alten Angeklagten die Vorwürfe eingeräumt. Das Verfahren gegen einen dritten Beschuldigten wurde getrennt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-Jährigen vor, spätestens seit dem Frühjahr 2024 in großem Stil unerlaubt mit Waffen und Drogen gehandelt zu haben. Demnach soll er die Ware meist aus den Niederlanden beschafft und vielfach per Post verschickt haben. Später habe er außerdem Schreckschusswaffen so verändert, dass sie als echte Schusswaffen verwendet werden konnten. Bei den verkauften Drogen soll es unter anderem um Cannabis, Ecstasy und Kokain gegangen sein.

Der 22 Jahre alte Mitangeklagte soll laut Anklage unter anderem sein Konto für die Abwicklung der Geschäfte sowie seine Adresse für Lieferungen bereitgestellt haben. Zudem werde ihm eine Beteiligung am Versand der Pakete vorgeworfen.

Der dritte Angeklagte, ebenfalls 21 Jahre alt, soll beim Umbau der Schreckschusswaffen geholfen haben. Außerdem soll sein Zimmer als Aufbewahrungsort für Waffen und Munition gedient haben.

Urteil möglicherweise schon am Mittwoch

Wie der Gerichtssprecher mitteilte, wollen Staatsanwaltschaft und Verteidigung am Mittwoch ihre Schlussvorträge halten. Noch am selben Tag könnte das Gericht ein Urteil fällen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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