Bayern

Tödlicher Crash: Jetzt gerät der Busfahrer ins Visier

Nach dem tödlichen Busunglück mit Grundschülern in Oberbayern gibt es neue Hinweise zur Ursache – mit Folgen für einen Fahrer.

10.09.2026, 04:05 Uhr

Nach dem tödlichen Busunglück in Oberbayern richtet sich die Ermittlung unter anderem wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung gegen einen der beiden Fahrer. Nach einem vorläufigen Gutachten soll der Mann mit seinem Linienbus im Juni bei Hebertshausen im Landkreis Dachau in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten sein. Dort kam es laut Staatsanwaltschaft München II zum Frontalzusammenstoß mit einem Reisebus.

Bei dem Unfall kam ein Grundschulkind ums Leben. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt, einige davon schwer, darunter auch eine Lehrerin. In dem Reisebus saßen Kinder aus Haimhausen, einer Gemeinde im selben Landkreis mit rund 5.600 Einwohnern. Das Unglück hatte dort große Betroffenheit und Anteilnahme ausgelöst.

Was noch ungeklärt ist

Weiter offen ist nach Angaben der Ermittler, weshalb der Linienbusfahrer auf die Gegenfahrbahn geriet. Die Untersuchungen dazu dauern an. Die Staatsanwaltschaft hat ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis bislang noch aussteht.

Wann die Ermittlungen abgeschlossen werden können, ist derzeit nicht bekannt. Für den Fahrer gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung, betonte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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