Bundesweiter Warntag: Sirenen und Handywarnungen auch in Bayern
Am heutigen bundesweiten Warntag werden in Bayern erneut Sirenen ausgelöst und Warnmeldungen auf Mobiltelefone geschickt. Der Testalarm beginnt um 11.00 Uhr und dient dazu, verschiedene Warnsysteme und Meldewege auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Eine Entwarnung ist für 11.45 Uhr vorgesehen.
Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums setzt der Freistaat auf eine Kombination mehrerer Warnmittel. Die Testmeldungen erreichen die Bevölkerung deshalb auf unterschiedlichen Wegen – etwa über Warn-Apps wie Nina und Katwarn sowie per Cell Broadcast direkt auf das Handy.
Kommunen testen zusätzlich Sirenen und Lautsprecher
Zahlreiche Städte und Gemeinden in Bayern beziehen auch Sirenen, Lautsprecheranlagen und digitale Informationstafeln in den Probealarm ein. Da die Teilnahme freiwillig ist, werden allerdings voraussichtlich nicht alle der derzeit mehr als 11.000 Sirenen im Freistaat aktiviert. Dennoch sieht sich Bayern laut Ministerium insgesamt gut aufgestellt.
Der Warntag wird seit 2020 gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen organisiert. Bundesweit soll dabei erprobt werden, wie zuverlässig die verschiedenen Warnkanäle zusammenarbeiten. Zugleich soll die Aktion die Menschen für den Ernstfall sensibilisieren und über Warnmöglichkeiten informieren. Im Anschluss können Bürgerinnen und Bürger ihre Eindrücke in einer Online-Befragung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mitteilen.
Warntag 2020 hatte deutliche Schwächen gezeigt
Beim ersten bundesweiten Warntag im Jahr 2020 waren erhebliche Probleme sichtbar geworden. Das Bundesinnenministerium stufte den damaligen Probealarm als misslungen ein. In vielen Regionen blieben Sirenen stumm, außerdem trafen Warnmeldungen über die Apps Nina und Katwarn teils erst verspätet auf den Smartphones ein. Auch in Bayern funktionierte die Alarmierung damals nicht überall reibungslos.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber