Bayern

Straubing im Ausnahmezustand: Gäubodenvolksfest läuft

Straubing steht bis 17. August Kopf: 1,3 Millionen Gäste feiern beim Gäubodenvolksfest – und das ist erst der Anfang.

07.08.2026, 18:40 Uhr

Straubing startet ins Gäubodenvolksfest

Mit festlich geschmückten Pferdegespannen, Blasmusik, Dirndl und Lederhosen hat am Freitagabend das Gäubodenvolksfest in Straubing begonnen. Bei sonnigem Wetter zog der traditionelle Trachtenumzug mit Festwirten und zahlreichen Politikvertretern aus der Region durch die Innenstadt bis zum Festgelände.

Die große Hitze hatte zum Auftakt spürbar nachgelassen: Bei Temperaturen von knapp unter 30 Grad säumten tausende Besucher die rund zwei Kilometer lange Strecke. Viele sicherten sich schon früh Plätze in den ersten Reihen.

Eröffnung ohne Fassanstich

Einen offiziellen Anstich des ersten Bierfasses gibt es in Straubing nicht. Nach Angaben der Veranstalter geht das auf den früheren Oberbürgermeister Otto Höchtl zurück, der in den 1950er Jahren bewusst darauf verzichtete, die Münchner Tradition zu übernehmen. Die offizielle Eröffnung des Festes ist stattdessen für Samstag um 10.00 Uhr im Rahmen eines Festakts vorgesehen. Die Festrede hält Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU), der aus Straubing stammt.

Polizei setzt auf Präsenz und Kontrollen

Für die Polizei bedeutet das Volksfest in der Stadt mit rund 50.000 Einwohnern erneut eine besondere Aufgabe. Sie kündigte verstärkte Präsenz, gezielte Taschen- und Personenkontrollen sowie den Einsatz von Videotechnik an.

Nach Angaben der Polizei sollen Störer konsequent vom Fest ferngehalten werden. Wer randaliert, muss im Zweifel mit einem Betretungsverbot für die gesamte Dauer des Gäubodenvolksfestes rechnen. Gegen sechs Personen wurde ein solches Verbot bereits vor dem Start verhängt.

Hinweise zu Alkohol am Steuer

Außerdem erinnert die Polizei an die geltenden Promillegrenzen – auch für E-Scooter, für die dieselben Regeln wie für Autos gelten. Ab 0,5 Promille liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Dafür drohen mindestens 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und mindestens ein Monat Fahrverbot.

Ab 1,1 Promille wird das Fahren zur Straftat, die mit Geld- oder Freiheitsstrafe sowie dem Entzug der Fahrerlaubnis geahndet werden kann. Wer unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursacht, macht sich bereits ab 0,3 Promille strafbar.

Für Fahranfänger unter 21 Jahren und Personen in der Probezeit gilt eine Null-Promille-Grenze. Radfahrer begehen ab 1,6 Promille eine Straftat; kommt es zu einem Unfall, kann auch hier schon ab 0,3 Promille ein strafrechtlich relevanter Wert erreicht sein.

Großes Festgelände mit Messebetrieb

Das Gäubodenvolksfest bietet rund 130 Fahrgeschäfte und Schaustellerstände. Hinzu kommen sieben Festzelte mit insgesamt etwa 27.500 Sitzplätzen. Parallel dazu läuft die Ostbayernschau, eine große Verbrauchermesse.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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