Olympia

Wüst stichelt: «Dieses Signal überrascht Deutschland»

Berlin raus, jetzt zählt nur noch das Olympia-Duell: München gegen Köln-Rhein-Ruhr – und Wüst umgarnt den Osten.

24.09.2026, 16:49 Uhr

Wüst betont Ost-West-Charakter der Olympia-Bewerbung

Kurz vor der Entscheidung über die deutsche Olympia-Kandidatur hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die Bewerbung von Köln-Rhein-Ruhr hervorgehoben und zugleich Seitenhiebe in Richtung München verteilt. In Berlin sagte er, das Konzept sende „ein klares Signal für ein geeintes Deutschland“, da es als einzige Bewerbung Austragungsorte in Ost- und Westdeutschland verbinde.

Wüst trat dabei gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auf. Sein Ziel sei ein Olympia-Fest „für ganz Deutschland“. Beim Thema Segeln setzen die beiden konkurrierenden Konzepte auf unterschiedliche Standorte: Während München auf Kiel baut, arbeitet Köln-Rhein-Ruhr mit Warnemünde zusammen. Beide Bewerber hatten ihre Entscheidungen dazu erst in dieser Woche öffentlich gemacht.

Schwesig unterstützt Köln-Rhein-Ruhr

Schwesig sprach sich klar für die westdeutsche Bewerbung aus. Es gehe nicht darum, die Spiele von 1972 einfach zu wiederholen, sondern das heutige Deutschland zu präsentieren – „wiedervereint, stark und modern“. Besonders hob sie das Ost-West-Modell des Konzepts hervor.

Nachdem Berlin aus dem Rennen ausgestiegen ist, fällt die Entscheidung bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB am Samstag in Baden-Baden nur noch zwischen München und Köln-Rhein-Ruhr.

Zum Konzept von Köln-Rhein-Ruhr gehören neben Warnemünde als Segelstandort auch weitere Wettkampfstätten im Osten, darunter der Kanupark Markkleeberg in Sachsen. München setzt in diesem Bereich dagegen auf das näher gelegene Augsburg.

Olympiabewerbung Köln-Rhein-Ruhr - Manuela Schwesig
Schwesig spricht sich für Köln-Rhein-Ruhr aus. Quelle: Kay Nietfeld/dpa

München, bereits Gastgeber der Sommerspiele 1972, gilt vor der Abstimmung als Favorit. Stimmberechtigt sind insgesamt 42 olympische Fachverbände, zehn Mitglieder des DOSB-Präsidiums sowie acht persönliche Mitglieder. Die Verbände verfügen jeweils über drei Stimmen, die nicht aufgeteilt werden dürfen.

Schwesig stellte sich bei dem Termin in Berlin hinter die Bewerbung von Köln-Rhein-Ruhr.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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