Bayern

So stoppen Luftbeobachter neue Waldbrände

Alarm im Chiemgau: Waldbrand außer Kontrolle? Jetzt kreisen Luftbeobachter über Bayern auf der Suche nach neuen Feuern.

31.07.2026, 04:00 Uhr

Luftbeobachtung wegen hoher Waldbrandgefahr in Bayern

Aufgrund der anhaltend hohen Waldbrandgefahr sollen in den nächsten Tagen in mehreren Regionen Bayerns Flugbeobachter nach möglichen Feuern Ausschau halten. Ziel ist es, Brände früh zu erkennen und die Einsatzkräfte rasch zu alarmieren.

Im oberbayerischen Landkreis Traunstein setzen die Helfer ihre Löscharbeiten bei Unterwössen fort. Dort brennt ein Bergwald in den Chiemgauer Alpen. Um den Einsatz besser steuern zu können, hatte das Landratsamt bereits am Donnerstag den Katastrophenfall ausgerufen.

Beobachtungsflüge in Mittelfranken

Auch in Mittelfranken reagiert die Bezirksregierung auf die angespannte Lage. Bis Sonntag sollen in den Nachmittagsstunden besonders gefährdete Waldgebiete aus der Luft kontrolliert werden. Die Behörden befürchten, dass die Brandgefahr durch Ausflügler zusätzlich steigen könnte. Schon kleinste Funken oder andere Zündquellen könnten Brände auslösen, hieß es in einer Warnung.

Für die Flüge sind ehrenamtliche Piloten der Luftrettungsstaffel im Einsatz. Begleitet werden sie von speziell geschulten Beobachtern aus Feuerwehr und Forstverwaltung.

Niederbayern mit besonders hoher Gefahr bis Montag

Auch in Niederbayern wurden Beobachtungsflüge angeordnet. Dort sollen die Maschinen von Samstag bis Montag unterwegs sein. Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes wird in weiten Teilen der Region bis Montag fast flächendeckend die zweithöchste Waldbrand-Warnstufe erwartet.

Im Raum Unterwössen waren am Donnerstag rund 300 Einsatzkräfte mit der Eindämmung des Feuers in dem schwer zugänglichen Gelände beschäftigt. Zusätzlich unterstützten sechs Hubschrauber aus Bayern und aus dem benachbarten Österreich die Löscharbeiten aus der Luft mit Wasserabwürfen.

Brand im Bergwald in den Chiemgauer Alpen
Ein halbes Dutzend Hubschrauber sind im Einsatz. Quelle: Uwe Lein/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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