Erster Besuch eines bayerischen Ministerpräsidenten in Moldau
Mit Markus Söder reist erstmals ein bayerischer Regierungschef in die Republik Moldau. Der CSU-Vorsitzende wird am Freitag auf Einladung von Präsidentin Maia Sandu in Chisinau erwartet. Das kleine Land zwischen Rumänien und der Ukraine hat wegen seiner geopolitischen Lage stark an Bedeutung gewonnen. Seit Donnerstag ist Söder auf einer Reise durch Südosteuropa unterwegs; zuvor führte ihn die Tour bereits zu politischen Gesprächen nach Ungarn und Griechenland.
Seit Juni 2024 verhandeln die Europäische Union und die Regierung in Chisinau offiziell über einen EU-Beitritt. Sandu hatte das Ziel ausgegeben, Moldau bis zum Jahr 2030 in die EU zu führen. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine steht das Land zunehmend im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. Mit einem Beitritt zur Europäischen Union verbindet Moldau auch die Hoffnung auf mehr Sicherheit gegenüber möglichem russischem Druck.
Schon vor seinem Besuch hatte Söder erklärt, Bayern unterstütze den europäischen Kurs Moldaus ebenso wie einst bei Rumänien, Bulgarien und Kroatien. Angesichts der strategischen und sicherheitspolitischen Lage in der Region sei es besonders wichtig, das Land enger an den Westen zu binden. Moldau habe eine zentrale Rolle für die östliche Grenze Europas.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber