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Stau-Alarm: Hier wird’s auf Autobahnen eng

Ab Freitag hat ganz Deutschland Ferien – und auf den Autobahnen droht jetzt das Stau-Chaos zum Auguststart.

31.07.2026, 04:00 Uhr

Ferienstart in ganz Deutschland: ADAC meldet bereits Dutzende lange Staus zum Auftakt

Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich zum ersten Augustwochenende auf volle Straßen und teils erhebliche Verzögerungen einstellen. Mit dem Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg haben nun alle 16 Bundesländer gleichzeitig Sommerferien. Der ADAC rechnet deshalb mit einem der staureichsten Wochenenden des Jahres.

Bereits am Freitagnachmittag zeigte sich die angespannte Lage deutlich: Nach Angaben des ADAC wurden bundesweit 24 Staus mit jeweils mehr als zehn Kilometern Länge gezählt. Auf den Fernstraßen trafen dabei Urlauber, heimkehrende Pendler und Schwerverkehr gleichzeitig aufeinander.

Besonders belastet waren laut ADAC unter anderem die A1 in Schleswig-Holstein in Richtung dänische Grenze sowie die A9 von München nach Nürnberg. Auch auf der A8 als klassischer Reiseroute Richtung Österreich und Italien stockte der Verkehr auf mehreren Abschnitten der Verbindung von Karlsruhe über München nach Salzburg – etwa im Raum Stuttgart, bei Ulm und Augsburg sowie am Inntal-Dreieck bei Rosenheim in Richtung Brenner und Italien. Zusätzlich bildeten sich an der österreichischen Grenze bei Salzburg in beiden Richtungen Staus. Dichter Verkehr wurde außerdem in der Nähe größerer Städte wie Hamburg und Frankfurt gemeldet.

Besonders kritische Reisezeiten am Wochenende

Die größten Belastungen erwartet der Automobilclub am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Wer zeitlich flexibel ist, sollte möglichst auf andere Reisezeiten ausweichen oder stark frequentierte Strecken meiden.

Im vergangenen Jahr war das erste Augustwochenende bereits das stauintensivste der gesamten Sommerferienzeit. Damals registrierte der ADAC bundesweit 4201 Staus.

Auf diesen Strecken dürfte es besonders eng werden

Vor allem die Autobahnen in Richtung Alpen, Mittelmeer sowie an die Küsten von Nord- und Ostsee gelten als besonders staugefährdet. Betroffen sind nach ADAC-Einschätzung vor allem die wichtigen Nord-Süd-Verbindungen A1, A5, A7, A9, A61 und A81. Auch auf den Ost-West-Routen A2, A3, A4, A6 und A8 wird mit starkem Reiseverkehr gerechnet.

Ebenso dürften die Umfahrungen großer Ballungsräume stark belastet sein – rund um Hamburg auf A1 und A7, um Berlin auf A10 und A100 sowie um München auf A99.

Zusätzlich verschärfen laut ADAC rund 1.000 Baustellen und Sperrungen die Lage. Besonders auf den Rückreiserouten könnten die Staus teils sogar länger ausfallen als auf den Strecken in die Urlaubsregionen. Eine Rolle spielt dabei auch, dass in einer Woche die Ferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland enden. Auch in Teilen Skandinaviens nähert sich das Ferienende.

Zusätzliche Behinderungen in Österreich und der Schweiz

In Österreich kommt am Samstag eine weitere Einschränkung hinzu: Am Fernpass ist von 9.45 bis 12.00 Uhr eine Demonstration angekündigt. Betroffen ist damit eine wichtige Verbindung von Deutschland über Österreich nach Italien. Auch die benachbarte Hahntennjochstraße wird gesperrt. Die Behörden empfehlen, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

In der Schweiz drohen am Gotthardtunnel in Fahrtrichtung Süden ebenfalls erhebliche Wartezeiten. Der Verkehrsclub TCS rechnet dort mit einem Stau von bis zu 14 Kilometern, was einer Verzögerung von rund dreieinhalb Stunden entsprechen kann. Als Ausweichrouten werden die San-Bernardino-Route sowie Alpenpässe wie Gotthard, Grimsel, Nufenen und Simplon genannt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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