Bayern

Puma-Jagd scheitert: Wärmebildkamera findet nichts

Puma-Alarm bei München? Ein Jäger filmte ein rätselhaftes Raubtier – doch selbst die Polizei tappt trotz Spezialtechnik im Dunkeln.

08.10.2026, 06:32 Uhr

Die Suche nach einem möglichen Puma im Bereich des Münchner Flughafens und im Landkreis Erding hat bislang kein konkretes Ergebnis gebracht. Nach Angaben des Landratsamts lässt sich derzeit nicht sicher sagen, ob es sich tatsächlich um einen Puma oder womöglich um ein ganz anderes Tier handelt.

Bei einer Pressekonferenz erklärte die Sprecherin des Landratsamts Erding, Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, dass die Tierart weiter ungeklärt sei. Auch die Herkunft des Tieres ist nach wie vor unklar.

Der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta, sagte, bei der bisherigen Suche gebe es keinerlei Hinweise auf eine Katzenart wie einen Puma. Die Ermittlungen und die Suche nach möglichen Spuren sollen dennoch fortgesetzt werden. Am Wochenende will die Polizei in der Region um Oberding zudem verstärkt präsent und für Bürgerinnen und Bürger ansprechbar sein.

Nach Angaben der Behörden gingen aus der Bevölkerung bislang 30 Hinweise ein. Vier davon werden aktuell genauer überprüft.

Ausgelöst worden war der Einsatz durch die Beobachtung eines Jägers, der am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät ein auffälliges Tier entdeckte und filmte. Ein Experte hält es nach Auswertung der Aufnahmen zwar für möglich, dass es sich um einen Puma handeln könnte. Eine eindeutige Bestätigung gibt es bislang jedoch nicht. Die Analyse der Bilder dauert weiter an.

Die bisherigen Suchmaßnahmen im Bereich des Notzinger Moos in der Gemeinde Oberding blieben ohne Erfolg. Einsatzkräfte hatten das Gebiet unter anderem mit Beamten am Boden, Hubschraubern, Drohnen, Wärmebildtechnik und später auch mit Hunden abgesucht. Auch Hinweise aus der Bevölkerung führten bislang noch nicht zu einem eindeutigen Nachweis des gesuchten Tieres.

Zwischenzeitlich hatte es zudem einen Fehlalarm gegeben: Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes glaubte auf einem Kamerabild ein verdächtiges Tier zu erkennen. Ein daraufhin eingesetzter Hubschrauber fand jedoch keine Großkatze. Nach bisherigen Erkenntnissen handelte es sich dabei vermutlich lediglich um eine Hauskatze.

Die Behörden rufen die Bevölkerung weiterhin dazu auf, aufmerksam zu bleiben und sich bei auffälligen Beobachtungen direkt an die Polizei zu wenden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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