Bei einer Aufräumaktion am Höllentalferner auf der Zugspitze haben ehrenamtliche Kräfte der Bergwacht zahlreiche Abfälle und verlorene Ausrüstungsgegenstände geborgen. Unter den Funden waren auch mehrere Knochen, wie die Bergwacht Grainau in sozialen Netzwerken mitteilte. Diese werden nun von der Polizei weiter untersucht und unter anderem mit möglichen Vermisstenfällen abgeglichen.
Die Aktion fand am Samstag im Rahmen einer gemeinsamen Übung mit der Polizeihubschrauberstaffel Bayern statt und wurde zugleich mit Naturschutz verbunden. Bei der Gebirgsflugausbildung trainierte die Besatzung Landungen sowie Einsätze mit der Rettungswinde in schwierigem alpinem Gelände. Dabei wurden die Mitglieder der Bergwacht an mehreren Stellen des Höllentalferners abgesetzt.
Vor Ort starteten die Ehrenamtlichen dann die Aufräumarbeiten, in Bayern auch als Ramadama bekannt. Nach Angaben der Bergwacht kamen dabei neben gewöhnlichem Müll wie Plastikflaschen auch alte oder beschädigte Ausrüstungsstücke zum Vorschein. Gefunden wurden unter anderem Kleidung, Schlafsäcke, Rucksäcke, Grödel, Steigeisen und Stöcke.
Zu den auffälligeren Entdeckungen zählten außerdem zwei GoPro-Kameras sowie mehrere Knochen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber