Ermittlungen nach Bränden in Regensburg und Pentling
Nach einem Brand in Regensburg und einer mutmaßlich gescheiterten Brandstiftung im nahegelegenen Pentling ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf extremistisch motivierte Sabotage. Ein Sprecher der Behörde in München erklärte, aufgrund der ausgewählten Tatobjekte und der Art der Ausführung sei von einer extremistischen Tatmotivation auszugehen.
Die Ermittlungen führt die Generalstaatsanwaltschaft gemeinsam mit dem Bayerischen Landeskriminalamt. Nach Behördenangaben wird in alle Richtungen ermittelt, zudem werden mögliche Verbindungen zu anderen Brandfällen geprüft. Zuständig ist die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus.
Hängen die Vorfälle in der Oberpfalz mit Reutlingen zusammen?
Am Montag war ein Kabelschacht am Pfaffensteiner Wehr an der Donau in Regensburg in Brand geraten. Bereits am Samstag war ein Versuch gescheitert, einen Strommast bei Pentling im Landkreis Regensburg anzuzünden.
Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, wird im Fall Pentling wegen des Verdachts der versuchten Brandstiftung sowie der Vorbereitung einer terroristischen Straftat ermittelt. Im Zusammenhang mit dem Kabelbrand an einem Trafo an der Wehrbrücke in Regensburg laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung. Zur Höhe des entstandenen Schadens gibt es bislang noch keine belastbare Angabe.
In der Nacht zum Montag war im baden-württembergischen Reutlingen großflächig der Strom ausgefallen, nachdem es in einem Umspannwerk gebrannt hatte. Die dortigen Ermittler von Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Stuttgart gehen ebenfalls von Brandstiftung aus. Ob ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen in der Oberpfalz und dem Brand in Reutlingen besteht, ist weiterhin unklar.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion