Mehrere neue Hinweise sind bei der Polizei eingegangen, nachdem in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ zwei bislang ungeklärte Fälle aus Bayern vorgestellt worden waren. Dabei handelt es sich um einen tödlichen Schusswaffenangriff im Allgäu und einen Raub in Oberfranken. Nach Angaben der Ermittler könnte vor allem ein Hinweis von besonderer Bedeutung sein.
33-Jähriger auf abgelegenem Hof getötet
Am Karfreitag entdeckten Einsatzkräfte in Breitenbrunn im Unterallgäu den Leichnam eines 33 Jahre alten Mannes. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde das Opfer mit einem Gewehr erschossen. Zwar wurde inzwischen das Anwesen eines Verdächtigen durchsucht, doch die Sonderkommission „Soko Waldrand“ sucht weiterhin nach dem Täter. Die Polizei geht davon aus, dass sich Täter und Opfer gekannt haben könnten.
Unmittelbar nach der Fernsehausstrahlung gingen laut Polizei Hinweise im niedrigen zweistelligen Bereich ein. Wie ergiebig diese tatsächlich sind, müsse nun geprüft werden. Nach Einschätzung eines Sprechers befinden sich darunter jedoch auch Ansätze, die für die Ermittlungen relevant sein könnten.
Hoffnung auf wichtige Beobachtung in Oberfranken
Auch ein Raubfall nahe Bamberg beschäftigt die Ermittler weiter. Nach bisherigem Stand drangen im April 2024 am Vormittag zwei maskierte Männer in ein Mehrfamilienhaus ein. Dort trafen sie auf zwei Bewohner: Einen sollen sie gefesselt, den anderen mit einem Taser außer Gefecht gesetzt haben. Anschließend entwendeten sie unter anderem eine Münzsammlung, Bargeld und mehrere Armbanduhren.
Zu diesem Fall erhielt die Polizei nach der Sendung ebenfalls zahlreiche Rückmeldungen, sowohl telefonisch als auch per E-Mail. Die Hinweise seien laut einem Sprecher von sehr unterschiedlicher Qualität. Besonders vielversprechend sei jedoch die Aussage einer möglichen Zeugin. Sie könnte Teile des Geschehens beobachtet haben. Dieser Spur wollen die Ermittler nun intensiver nachgehen.
Weitere Hinweise seien auch in den kommenden Tagen noch möglich, da sich manche Zeugen erfahrungsgemäß erst später melden. Konkrete Tatverdächtige oder Festnahmen gibt es in beiden Fällen bislang nicht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber