Ein Auto, das vor Jahrzehnten im Lech versenkt wurde, gibt der Polizei weiterhin Rätsel auf. Die Ermittler bitten um Hinweise von Menschen, die sich an einen möglichen Diebstahl des Wagens zwischen 1988 und 1990 erinnern können.
Nach Angaben der Polizei wurde das Fahrzeug bereits im August aus der Lechstaustufe 4 zwischen Lechbruck und Steingaden geborgen. Auf der Motorhaube hatten sich Gras und Gestrüpp angesammelt, von der ursprünglichen roten Lackierung war kaum noch etwas zu erkennen.
An dem Wagen befand sich noch das versiegelte Kennzeichen aus dem Landkreis Ostallgäu. Zudem war die AU-Plakette laut Polizei nur bis August 1990 gültig. Deshalb gehen die Ermittler davon aus, dass der Pkw irgendwann zwischen 1988 und 1990 gestohlen und anschließend im Lech versenkt wurde.
Gesucht werden nun Zeuginnen und Zeugen, die sich an einen damaligen Pkw-Diebstahl oder einen ähnlichen Vorfall aus dieser Zeit erinnern.
Niemand müsse heute noch strafrechtliche Konsequenzen befürchten, betonte die Polizei. Mögliche Taten aus jener Zeit seien inzwischen verjährt. Das geborgene Fahrzeugwrack kann außerdem besichtigt werden. Es steht auf einer Freifläche beim Oldtimerwerk in Neu-Ulm.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber