Bayern

Influencer im Steuer-Visier: So viel Geld kommt rein

KI im Steuer-Check: Mit Tausenden Datensätzen nimmt Bayerns Landesamt jetzt Influencer und Co. genauer unter die Lupe.

19.06.2026, 11:04 Uhr

Die Prüfung von Influencern hat dem Freistaat Bayern bislang 550.000 Euro an Steuernachzahlungen eingebracht. Grundlage dafür waren mehrere tausend Datensätze, die von der Spezialeinheit „eCommerce“ beim Bayerischen Landesamt für Steuern beschafft und ausgewertet wurden, teilte das Finanzministerium mit. Über die Bilanz hatten zuvor bereits Medien berichtet.

Nach Angaben des Ministeriums sammelte die Einheit in den Jahren 2024 und 2025 rund 60.000 Datensätze mit einem gesamten Umsatzvolumen von 1,4 Milliarden Euro. Diese Informationen wurden anschließend je nach Zuständigkeit auf die Bundesländer verteilt. Auf Bayern entfielen dabei etwa 9.000 Datensätze, die Umsätze von insgesamt 211 Millionen Euro betreffen.

Bislang ist etwa die Hälfte dieses Materials ausgewertet. Zum Einsatz kam dabei auch KI-gestützte Spezialsoftware, mit der Aktivitäten von Influencern und anderen Akteuren auf Social-Media-Plattformen beobachtet und analysiert werden können.

Weitere Auswertungen laufen noch

Ob aus der noch nicht geprüften zweiten Hälfte der Datensätze weitere Steuernachforderungen entstehen, ist derzeit laut Ministerium noch unklar. Die bisher erzielten Ergebnisse ließen sich nicht ohne Weiteres auf den restlichen Bestand übertragen.

Finanzminister Albert Füracker (CSU) erklärte, Bayern unternehme große Anstrengungen, um eine ordnungsgemäße Besteuerung von Influencern und anderen Social-Media-Unternehmern sicherzustellen. Wer geschäftlich tätig sei, müsse auch die fälligen Steuern entrichten. Gerade im stark wachsenden Influencer-Markt werde nun besonders genau hingeschaut. Füracker appellierte deshalb an die Betroffenen, ihre Einnahmen korrekt anzugeben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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