Bayern

Hessen und Baden-Württemberger drängen nach Bayern

Bayern lockt weiter Menschen aus ganz Deutschland an – doch 2025 bröckelt der Vorsprung. Warum der Trend jetzt schwächelt.

01.10.2026, 14:21 Uhr

Bayern bleibt für viele Menschen aus anderen Teilen Deutschlands ein beliebtes Ziel. Wie das Statistische Landesamt in Fürth mitteilte, zogen im vergangenen Jahr per saldo 8.439 Personen mehr aus anderen Bundesländern in den Freistaat, als Bayern in andere Regionen verließen. Damit liegt der Wanderungsgewinn über dem langjährigen Durchschnitt. Im Vergleich zu 2024 fiel das Plus jedoch geringer aus: Damals war es noch um 11,5 Prozent höher.

Besonders viele Zuziehende kamen aus den Nachbarländern Baden-Württemberg und Hessen. Ihr Anteil lag bei 32 beziehungsweise 25 Prozent. Vor allem jüngere Menschen bis 30 Jahre entschieden sich für einen Umzug nach Bayern. Umgekehrt verzeichneten Sachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern einen positiven Saldo zulasten Bayerns: Dorthin zogen mehr Menschen aus dem Freistaat, als von dort nach Bayern kamen.

Trotz der Binnenzuwanderung ist die Einwohnerzahl Bayerns im vergangenen Jahr und auch im ersten Halbjahr 2025 zurückgegangen. Hauptgrund ist laut Statistik, dass mehr Menschen sterben als Kinder geboren werden. Zudem hat die Zuwanderung aus dem Ausland spürbar nachgelassen. Im ersten Halbjahr 2026 lebten insgesamt 13,23 Millionen Menschen in Bayern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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