Blaualgen nun auch im Heimstettener See nachgewiesen
Auch Badeseen im Raum München sind inzwischen betroffen: Bei den regelmäßigen Kontrollen der Gewässer im Landkreis wurden nun am Heimstettener See Hinweise auf eine zunehmende Entwicklung von Blaualgen festgestellt. Das teilte das Landratsamt mit.
Nach Angaben der Behörde wurden in einer Wasserprobe vom Südufer einzelne Gattungen von Cyanobakterien nachgewiesen. Das Gesundheitsamt München Land empfiehlt deshalb bis auf Weiteres, im gesamten Heimstettener See nicht baden zu gehen. Entsprechende Warnschilder sollen am See angebracht werden.
Ein offizielles Badeverbot gibt es derzeit jedoch noch nicht. Nach Einschätzung der Behörden ist die Gesamtlage dafür momentan nicht gravierend genug, auch mit Blick auf die Wettervorhersage der kommenden Tage. Von einem stark erhöhten Blaualgenvorkommen sei aktuell nicht auszugehen.
Bereits Badeverbote an mehreren Seen in Bayern
An verschiedenen Seen in Bayern gelten wegen Blaualgen bereits Badeverbote. Dazu zählt auch der Deininger Weiher südlich von München. Dort war schon Anfang August in Wasserproben eine deutlich erhöhte Konzentration von Cyanobakterien festgestellt worden. Diese Bakterien sind häufig für grünliche Schlieren auf der Wasseroberfläche verantwortlich.
Nicht nur Menschen sollten betroffene Gewässer meiden: Auch Hunde und andere Tiere sollten dort weder baden noch aus dem Wasser trinken. Cyanobakterien können giftige Stoffe bilden, die gesundheitliche Probleme verursachen. Möglich sind unter anderem Übelkeit, Durchfall oder Hautreizungen, insbesondere wenn Wasser geschluckt wird oder mit Schleimhäuten in Kontakt kommt.
Auch in Franken wurden zuletzt an mehreren Badeseen giftige Blaualgen festgestellt, etwa im Kleinen Brombachsee bei Absberg.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber