Nach einem Tag, an dem die Lage lediglich aus der Luft beobachtet wurde, musste die Feuerwehr am Saurüsselkopf bei Ruhpolding erneut eingreifen. Wie ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein mitteilte, hätten Kontrollflüge gezeigt, dass an mehreren Stellen wieder Glutnester aufgeflammt seien. Zudem sei Rauchentwicklung festgestellt worden.
Einsatz gegen neue Glutnester
Derzeit seien Fußtrupps im Gelände unterwegs, um die verbliebenen Brandstellen gezielt zu löschen. Nach Angaben des Sprechers sind dafür rund 35 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bergwacht im Einsatz. Wann der Brand endgültig als gelöscht gilt, lasse sich bislang noch nicht sagen. Auch für Samstag sind weitere Überflüge geplant, um mögliche Glutnester frühzeitig zu entdecken.
Nach dem schweren Waldbrand bleibt das betroffene Gebiet laut der Gemeinde Ruhpolding im Landkreis Traunstein weiterhin unter Beobachtung. Das bestehende Betretungsverbot gilt unverändert fort.
Erst wenn die Feuerwehr das Feuer offiziell für gelöscht erklärt, können Fachleute – darunter Experten der Bayerischen Staatsforsten – das Ausmaß der Schäden genauer untersuchen und bewerten.
Gebiet weiterhin als riskant eingestuft
Die Behörden halten den Bereich rund um den Brandherd am Saurüsselkopf nach wie vor für gefährlich. Es bestehe weiterhin die Gefahr, dass Äste abbrechen oder geschädigte Bäume umstürzen. Bereits am Vortag war darauf hingewiesen worden. Die Polizei überwacht die Einhaltung des Betretungsverbots mit Streifen.
Der Brand in dem schwer zugänglichen Gebiet an dem 1.270 Meter hohen Berg bei Ruhpolding war Anfang Mai entdeckt worden. Kurz darauf wurde der Katastrophenfall ausgerufen, der bis Dienstag bestand. Nach Angaben von Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) zählt das Feuer zu den größten Waldbränden, die Bayern in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion