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Chemie-Alarm in Firma – 30 Verletzte nach Austritt

Plötzlich tritt eine Chemikalie aus, der Betrieb wird geräumt – doch dann gibt es viele Verletzte. Was Einsatzkräfte jetzt enthüllen.

15.05.2026, 17:09 Uhr

Bei einem Chemieunfall in einem Nürnberger Betrieb ist ein schwerverletzter Mann im Krankenhaus gestorben. Nach Angaben der Polizei vom Freitagabend erlitten zudem sechs weitere Menschen Verletzungen der Atemwege. Zwei Mitarbeiter hatten bereits am Unfallort das Bewusstsein verloren, einer von ihnen starb später in der Klinik.

Das Bayerische Rote Kreuz hatte von insgesamt 30 Verletzten gesprochen. 17 Betroffene wurden demnach zur weiteren Behandlung und Beobachtung in Krankenhäuser gebracht.

Die gesamte Anlage wurde evakuiert. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Einsatzkräften nicht, weil der giftige Stoff innerhalb des Gebäudes blieb und nicht ins Freie gelangte.

Dramatische Lage beim Eintreffen der Einsatzkräfte

Der Alarm ging laut Polizei kurz vor der Mittagszeit ein. Ein Großaufgebot der Berufsfeuerwehr sowie Freiwillige Feuerwehren aus umliegenden Orten rückten aus. Die ersten Kräfte trafen nach Angaben der Feuerwehr auf eine dramatische Lage: Mehrere Menschen mussten aus dem Gebäude gerettet und ins Freie gebracht werden.

Alle Verletzten konnten zügig aus dem Gefahrenbereich geholt und medizinisch versorgt werden. Parallel dazu brachten die Einsatzkräfte rund 70 Beschäftigte aus dem Gebäude.

Insgesamt waren 65 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter mehrere Trupps in Chemikalienschutzanzügen. Hinzu kamen etwa 50 Kräfte des Rettungsdienstes mit mehreren Rettungswagen und Notärzten sowie Polizisten.

Gebäude weiter nicht betretbar

Die Kripo Nürnberg hat Ermittlungen eingeleitet. Das Gebäude kann jedoch vorerst nicht betreten werden. Deshalb ist weiterhin unklar, wie es zu dem Unglück kam und ob etwa eine defekte Maschine, eine Anlage oder menschliches Handeln eine Rolle spielte.

Nach Angaben der Nürnberger Feuerwehr arbeitet das Unternehmen routinemäßig mit Chemikalien. Um welche Substanz es sich bei dem Austritt handelte, war zunächst weiter unbekannt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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