Illertalbahn könnte in den 2030er Jahren elektrifiziert werden
Die stark genutzte Illertalbahn in Schwaben könnte in rund zehn Jahren elektrifiziert sein. Projektleiter Tobias Liebl zufolge wäre ein Baustart in den 2030er Jahren möglich, sofern die weiteren Planungen ohne größere Verzögerungen vorankommen. Die ersten Elektrozüge könnten dann voraussichtlich ab der Mitte des darauffolgenden Jahrzehnts unterwegs sein.
Die Strecke von Ulm über Memmingen und Kempten bis nach Oberstdorf zählt nach Angaben der Deutschen Bahn zu den am stärksten belasteten eingleisigen Bahnlinien in Bayern. Da ein großer Abschnitt nahe der Grenze zu Baden-Württemberg verläuft, hat das Ausbauprojekt für Menschen in beiden Bundesländern große Bedeutung.
Mehr Zugverbindungen und modernisierte Bahnhöfe
Mit der Elektrifizierung soll auch das Angebot ausgeweitet werden. Geplant ist, die Zahl der Verbindungen um etwa 20 Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus sollen mehrere Bahnhöfe barrierefrei umgebaut werden. Vorgesehen sind außerdem zwei zusätzliche Haltepunkte sowie abschnittsweise ein zweites Gleis.
Zunächst soll der 85 Kilometer lange Abschnitt zwischen Neu-Ulm und Kempten ausgebaut und mit Oberleitungen versehen werden. In einem späteren Schritt sollen auch die rund 40 Kilometer bis Oberstdorf elektrifiziert werden. Nach bisherigen Schätzungen dürfte das Vorhaben mehrere Hundert Millionen Euro kosten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber