Bayern

Tollwut-Alarm: Fledermäuse am Untermain

Alarm am Untermain: Tollwut-Fund wirft Fragen für Hund, Katze und Spaziergänger auf – was jetzt wirklich wichtig ist.

01.07.2026, 15:27 Uhr

Unweit der Grenze zwischen Bayern und Hessen sind zwei Breitflügelfledermäuse entdeckt worden, die mit Tollwut infiziert waren. Die Krankheit wird durch Viren verursacht, kann von Tieren auf Menschen übertragen werden und unbehandelt tödlich verlaufen.

Wie das Landratsamt Aschaffenburg mitteilte, wurde bei den in Haibach im Landkreis Aschaffenburg gefundenen Tieren das seltene Europäische Fledermaus-Lyssavirus 1 nachgewiesen. Für den Landkreis sind es die ersten registrierten Fälle dieser Art. Bayernweit handelt es sich um den zehnten und elften Nachweis einer tollwutpositiven Fledermaus.

Behörde empfiehlt Vorsicht

Die Kreisbehörde rät dazu, Wildtiere grundsätzlich nicht mit bloßen Händen anzufassen. Falls ein Kontakt unvermeidbar ist, sollten Handschuhe getragen werden. Zudem solle auch der direkte Kontakt zwischen den betroffenen Tieren und Haustieren vermieden werden. Einen unmittelbaren Grund zur Sorge sieht das Landratsamt nach eigenen Angaben jedoch nicht.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gelten Fledermäuse als tollwutverdächtig, wenn sie sich widerstandslos anfassen lassen, auffällig oder aggressiv wirken oder tot aufgefunden werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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